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Der Einzug "Promi Big Brother": Leck-Bananen, Pimmelohren und Kackterien

Promi Big Brother geht auf Sat1 in die nächste Runde - mit diesen Kandidatinnen und Kandidaten:
  1. Sophia Vegas: Dem It-Girl ist schon jetzt bange vor dem Leben ohne Augenbrauenstift. Auch ihr Korsett und die ausgeflippte Garderobe könnten sich als Problem erweisen.
  2. Mike Shiva: Der "Hellseher" und Einzelgänger fürchtet um seine Privatsphäre. Eine Nacht mit einer anderen Person im Zimmer sei für ihn "der absolute Horror".
  3. Pascal Behrenbuch: Der Ex-Europameister im Zehnkampf sieht sich selbst als Alphatier und Einzelkämpfer. Ob er damit in der Promi-WG anecken wird?
  4. Johannes Haller: Der Frauenschwarm und Model war schon in "Bachelor in Paradise" zu sehen. Von "Promi Big Brother" erhofft er sich mehr Tiefgang und "coole Challenges".
  5. Chethrin Schulze: Die Flirtexpertin und erfahrene Reality-Show-Teilnehmerin gibt sich offen für neue Erfahrungen.Bevor es losgeht, steht bei ihr ein Intim-Waxing ganz oben auf der Prioritäten-Liste.
  6. Nicole Belstler-Boettcher: Die Soap-Schauspielerin hat gute Voraussetzungen für das Zusammenleben im „Promi-Haus“ – Denn sie sagt von sich selbst, dass sie „wahnsinnig gesellig ist und gerne viel und laut redet“.
  7. Cora Schumacher: Die Rennfahrerin will sich selbst beweisen, dass sie es schafft durchzuhalten.
    Zwei Wochen ohne Handy? Kein Problem für sie: „Das ist für mich wie bezahlter Urlaub“.
  8. Daniel Völz: An der Seite des ehemaligen Bachelors ist meistens Hündin Bella – doch auf die muss er jetzt verzichten. Dafür freut sich der Schönling auf die Zeit ohne Handy und soziale Medien.
  9. Umut Kekilli: Die meisten Zuschauer kennen ihn als Ex-Freund von Natascha Ochsenknecht. Dem Tänzer ist auf jeden Fall bewusst, dass man im „Promi-Haus“ aufpassen muss, was man sagt.
  10. Silvia Wollny: Das Leben vor der Kamera kennt die Mutter von elf Kindern durch mehrere Reality-Shows. Sollte es im Haus Probleme mit Mitbewohnern geben, will sie diese direkt ansprechen.
  11. Katja Krasavice: Die Blondine steht am liebsten leicht bekleidet für ihren Youtube-Kanal vor der Kamera. Die Show sieht sie als Chance, „um mal etwas Neues zu erleben“.
  12. Alphonso Williams: Schon als Kind singt der Entertainer im Gospel-Chor – 2017 gewinnt er „Deutschland sucht den Superstar“. Mit dem WG-Leben wird er kein Problem haben, denn er wuchs mit elf Geschwistern auf.
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Bis zum Schluss wird nicht ganz klar, wie die Sendung eigentlich heißt: Big Brotter? Big Brasa? Big Bradder? Oder doch irgendwas mit Bachelor? Impressionen vom Auftakt im Promi-Container.
Von Ingo Scheel

Cora hat eigentlich nur einen Wunsch: Dass die Zuschauer sie mal so kennenlernen, wie sie wirklich ist. Dass sie den Nachnamen Schumacher mittlerweile weglässt, macht es nicht eben leichter. "Just Cora" nennt sie sich jetzt, trägt pinke Zahnspange und möchte doch nur, dass man sie mal so richtig… aber das hatten wir schon. Drinnen im Container hapert es jedoch erst einmal mit der Erkenntnis. "Woher kennt man dich?" fragt Daniel Völz, als Ex-Bachelor-Schmierlapp selbst nicht unbedingt mit übermäßiger Prominenzität gesegnet. "Vom Motorsport", gibt sich Cora, die Daniel danach nur noch Caro nennt, eher halb-informativ. Das nun hilft Daniel, nach dem Bachelor-Ende nicht mehr ganz austrainiert, ebenso wenig auf die Sprünge. 

Promi Big Brother 2018 BB
Katja Krasavice mag Bananenen. Vielleicht ein bisschen zu sehr.
© SAT.1

Auch Silvia Wollny kann nichts Erhellendes beitragen. Die TV-Mutter ist mit Wischmop eingezogen, erwartet im Container "die unterschiedlichsten Kackterien" und ist mental so gestählt, dass ihr selbst das übergriffige Haar-Gefummel von Moderator Jochen Schropp nichts anhaben kann.

Pimmelohr oder Banane?

Gegen derlei Annäherungsversuche hätten Katja Krasavice  oder Chethrin Schulze nach nur zwei Tagen im Baustellen-Bereich von Promi-Big-Brother wohl nichts einzuwenden. Katja, die leckwütige Youtuberin, hat vom letzten Schlagermove ihre Pimmelohren mitgebracht. Die wackeln nicht nur lustig am Kopf, sondern taugen im Notfall auch zur Selbstbeglückung im Schlafsack. Bis es soweit ist, muss jedoch erstmal die Banane herhalten. Gut, dass Onkel Tuca das nicht mehr erleben muss. 

Chethrin - noch so ein Name, von dem keiner weiß, wie er ausgesprochen wird oder was er bedeutet - löst schon nach wenigen Minuten ihre Beichte-Bons ein und gesteht, dass sie die letzten anderthalb Jahre immer nur betrunken gepoppt hat. Junge, Junge, das geht aber fix. Ein bisschen Vorspiel wäre ja schon ganz nett gewesen. Aber kaum hat man sich die Ohren mit Kernseife ausgewaschen, legt Katja schon mit ihren Geschichten vom Mitleids-Sex und den traurigen Jungs mit den kleinen Penissen nach, dass einem ganz schwindlig wird.

Alphatiere auf dem Trockenen

Nicht ganz so explizit, aber ebenso einnehmend auch die Selbstbezichtigung von Pascal Behrenbruch, der das Schicksal mit den meisten seiner MitbewohnerInnen teilt, nämlich dass ihn keiner kennt: "Ich bin interessant. Ein Alphatier. Genau mein Ding, im Rampenlicht zu sein. Ich liebe mich". Keine Viertelstunde später ist Behrenbruch, übrigens ehemaliger Leichtathlet, ein gebrochener Mann und hat die typische Lagerhaltung angenommen - zusammengesackt, mit hängendem Kopf, sich an so ziemlich jeden anderen Ort der Welt wünschend. Aber da muss er jetzt durch - und mit ihm noch so einiges mehr an Menschenmaterial.

Heinz von Sayn-Wittgenstein macht schon vor dem Einzug dem Immobilien-Business alle Ehre, als er versucht, sein Head&Shoulders-Shampoo hineinzuschmuggeln, raucht gefühlt chronisch zwei Zigaretten gleichzeitig und zieht am Ende gleich wieder aus, weil es nur Wasser zu trinken gibt. Johannes Haller scheint seine Wohnung aufgegeben zu haben und lebt mittlerweile ausschließlich im Fernsehen. Nach diversen Bacheloreien stapft der jungenhafte Springinsfeld jetzt durch den Promi-Container, und das mit dieser ihm eigenen pantoffeligen Selbstverständlichkeit und im Bewusstsein, dass er in der wirklichen Welt gerade eh nix verpasst.

Gummiballons voller Liebe

Mike Shiva sieht aus, als hätte sich Oliver Kalkofe im Dunkeln für einen Sketch über das Wacken-Festival zurechtgemacht, zieht mit Kamm - um die Knoten rauszukämmen - und Bürste - für die Fülle - ein. Das Hellsehen liegt in seiner Familie, sagt der Schweizer Mentalmagier, und die Liebe, ja, die Liebe ist eine wunderbare Energie. Diese ganz besondere Energie hat Sophia Wollersheim, die sich jetzt Sophia Vegas nennt, in zwei Gummiballons abgefüllt und trägt sie als Brüstung um den Hals. Dass der Hals wiederum allzu ausgeleiert ist und das Doppelkinn beim Sprechen mitwackelt, bereit der Ex-Marienhoferin Nicole Belstler-Boettcher einige Sorgen. Kein Wunder, dass die Best Agerin mit dem rauchigen Lachen sich schon in der ersten Sendung einen kleinen Zusammenbruch gönnt. Hui, hier ist was los - Alphonse Williams, angeblich DSDS-Gewinner aus dem Vorjahr, hat das jemand zufällig gesehen? - lacht noch zerkratzter, hat alte Roberto-Blanco-Witze mitgebracht und glaubt an Tarotkarten.

Die anmutigsten Bilder aber bietet, wie so oft in dieser Art von Formaten, der Morgen danach. Wie Katja sich erst die Körpermitte reibt und dann an den Fingern riecht - das hätte es früher nicht mal auf Eisenpimmel-Plattencovern gegeben. Oder das Bild des Fürsten, der in grauem Shirtlappen und Bermuda-Shorts vom Hamburger Dom wirkt, als hätte ihn ein Zirkuswagen überrollt. Eine Impression nachhaltiger als die andere. Und vom Dixiklo, dem grün angetünchten Kackomaten, der schon nach einem Tag und einer Nacht randvoll ist und ausgepumpt werden muss, haben wir da noch gar nicht angefangen.


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