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"Schwiegertochter gesucht": Das sagt Kult-Kandidat Ingo zu #verafake

Mit seiner Brautschau bei "Schwiegertochter gesucht" ging Ingo als Kult-Kandidat in die RTL-Annalen ein. Nun äußerte er sich zum Fake-Eklat #verafake. Von Manipulationen will er nichts wissen.

Schwiegertochter gesucht: Ingo und seine Eltern im heimischen Wohnzimmer

Ingo und seine Eltern im heimischen Wohnzimmer: Bei "Schwiegertochter gesucht" warb der 25-Jährige um die Kult-Kandidatin Beate.

Mit seinem #verafake gelang eine triumphale Rückkehr auf die Fernsehbühne. Durch zwei eingeschleuste Schauspieler bei "Schwiegertochter gesucht" enthüllte der Comedian denkwürdige Praktiken und grobe Fehler im Bereich der redaktionellen Sorgfaltspflicht. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung widersprach nun ein ehemaliger Kandidat den #verafake-Vorwürfen. "Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, und das Team war super", sagte Ingo.

Der 25-Jährige suchte 2012 in der Sendung nach seiner Traumfrau und ging als "Kult-Ingo" in die RTL-Annalen ein, nicht zuletzt weil er um die kultige Kandidatin Beate warb. 

Nun behauptet er, dass es zumindest in seinem Fall keine gegeben hat und ihm keine Worte in den Mund gelegt worden sind. Ein Drehbuch habe es auch nicht gegeben. "Es wird ja meine Suche nach einer Frau begleitet. Dafür braucht man kein Drehbuch. Wir sind ja nicht beim Film", so Ingo gegenüber der "Bild". 

Manipulationen bei "Schwiegertochter gesucht"

Die #verafake-Enthüllungen von Böhmermann legen aber genau dies nahe. Die eingeschleusten Schauspieler outeten sich gegenüber den RTL-Redakteuren als Alkoholiker, die täglich acht Bier trinken, präsentierten ihre seltsamen Hobbys und gaben ihr Bestes, um einen minderbemittelten Eindruck zu machen. 

Prompt landeten die beiden Schauspieler als "Robin" und "Rene" in der Show. Ihre Identität wurde nicht überprüft. Im Kandidaten-Fragebogen wurde bei der Frage nach dem täglichen Alkoholkonsum ein "Nein" vermerkt. Und "Rene" wurde schließlich auch noch Text vorgelegt, wo er von seiner Liebe zu Schildkröten schwärmen sollte ("Manchmal gehe ich dann auch in die Zoohandlung und schaue mir die richtigen Schildkröten an").

Ingo: "Es geht mir nicht um Geld"

Außerdem zeigte Böhmermann, dass die beiden Fake-Kandidaten mit einer Aufwandsentschädigung von 150 Euro abgespeist wurden - für bis zu 30 Drehtage. rechtfertigte diese Bezahlung damit, dass bei einer höheren Summe Hartz-IV-Empfängern die Bezüge gestrichen würden - und als solche hätten sich die Schauspieler ausgegeben.

Wie viel Ingo für seinen Auftritt bekam, hat er in dem "Bild"-Interview nicht verraten. "Es geht mir nicht um Geld. Es geht darum, dass ich eine Frau finde und über die Hilfe bin ich sehr dankbar", sagte er nur.

ivi