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ARD-Krimireihe: Das würden die "Tatort"-Kommissare im wahren Leben verdienen

Was Til Schweiger, Jan Josef Liefers und die anderen "Tatort"-Darsteller verdienen, ist nicht bekannt. Was die Ermittler im echten Leben bekommen würden dagegen schon. Das ist die Gehaltsliste der Kommissare.

"Tatort"

Der von Jan Josef Liefers gespielte Gerichtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne ist im Münster-"Tatort" ein arroganter Snob mit Hang zu schnellen Autos und teuren Weinen. Kommissar Thiel (Axel Prahl) lebt dagegen spartanisch.

DPA

Es ist nicht leicht, ihn zu mögen. Er fährt häufig wechselnde Luxuskarossen, trinkt nur die teuersten Weine, hält sich selbst für den Größten - und blickt auf alle anderen herab. Der aus dem Münster-"Tatort" bekannte Gerichtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne ist ein veritabler Großkotz, der seine Herkunft aus einer besseren Familie andere spüren lässt. Jan Josef Liefers spielt diese Figur mit einer feinen Selbstironie, die ihr doch wieder Sympathie verleiht. Doch könnte sich der Gerichtsmediziner auch in der Realität diesen aufwendigen Lebensstil leisten? Und was ist mit den Kommissaren und Assistenten der Krimireihe?

Der Finanzdienstleister "Vexcash" hat das Gehalt der "Tatort"-Ermittler berechnet und einen klaren Spitzenverdiener ermittelt. Am meisten würde tatsächlich Prof. Boerne verdienen, der sich seinen aufwendigen Lebensstandard wohl tatsächlich leisten könnte - zumal er in der Krimireihe ja auch Immobilien besitzt und damit über zusätzliche Einkünfte verfügt. Als Leiter der Rechtsmedizin in Münster stünde ihm eine Bruttogehalt von 6600 Euro zu. 

Große Unterschiede unter den "Tatort"-Kommissaren

Deutlich weniger verdienen die Kommissare. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Der Untersuchung zufolge führt ausgerechnet ein relativ neuer und junger Kommissar das Gehaltsranking an. Der von Fabian Hinrichs gespielte Felix Voss aus Nürnberg kommt demnach auf ein Monatsgehalt in Höhe von knapp 5160 Euro. Damit verdient er deutlich mehr Geld als der mit vielen Dienstjahren gesegnete Kölner Hauptkommissar Ballauf, der nur auf 5010 Euro käme. Die Differenz erklärt sich durch den Polizei-Zuschlag, der von Bundesland zu Bundesland verschieden ist. Während er in Franken bei 160 Euro pro Monat liegt, werden in Köln und Münster lediglich 130 Euro gezahlt.

Auch die best bezahlte weibliche Ermittlerin kommt aus Nürnberg. Es ist die von Dagmar Manzel gespielte Hauptkommissarin Paula Ringelhahn. Sie bekommt monatlich rund 4440 Euro monatlich und damit deutlich weniger als ihr Kollege Voss, der die Mordkommission leitet. Erklärt wird die große Gehaltsdifferenz gegenüber den männlichen Ermittlern damit, dass Frauen in der Krimi-Reihe (wie auch im echten Leben) weniger Führungspositionen einnehmen.

Am unteren Ende sind drei Frauen

So verwundert es wenig, dass am Ende der Gehaltsliste eine Frau steht: Die Kieler Kommissarin Mila Sahin (Almila Bagriacik) wird mit nur 2630 Euro pro Monat entlohnt. Ähnlich schlecht verdienen die Göttinger Kommissarin Anais Schmitz (Florence Kasumba) und die von Cornelia Gröschel gespielte Kommissarin Leonie Winkler aus Dresden. Beide verdienen knapp unter 2800 Euro. Alle drei sind neu in der Krimireihe dabei und verfügen noch über kaum Dienstjahre, was sich negativ auf das Gehalt auswirkt.

Die Berechnung des Brutto-Gehalts erfolgt auf Grundlage der Besoldungsgruppe, dem Familienzuschlag und der Polizeizulage der jeweiligen Ermittler. Angesichts des hohen Verdienstes von Prof. Boerne dürfte sich so mancher Ermittler denken, was viele Eltern ihren Kindern sagen: Hättest du mal Medizin studiert!

QuelleVexcash

che