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"Tatort" aus Dortmund: Makaberer Machtkampf um das Leben eines Mädchens

Über den Dächern Dortmunds liefern sich Kommissar Faber und der eiskalte Psychopath Markus Graf ein makaberes Duell um das Leben eines Mädchens. Ein brillant konstruierter "Tatort", der an die Nieren geht.

"Tatort" aus Dortmund

Peter Faber (Jörg Hartmann) trifft auf dem Dach eines Hochhauses Markus Graf (Florian Bartholomäi) - den Mörder seiner Familie.

ARD
  • 5 von 5 Punkten
  • Nichts für schwache Nerven: Dieser Krimi ist nicht immer leicht anzusehen, lohnt aber unbedingt

Worum geht's?

Gleich mit zwei Fällen bekommen es die Ermittler in diesem "Tatort" zu tun: Der Inhaber eines Kinderpornorings wird tot aufgefunden. Neben ihm wartet eine junge Evelyn (Luisa-Céline Gaffron), die unbedingt mit Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) sprechen will. Zur gleichen Zeit erfährt Kommissar Pawlak (Rick Okon), dass seine fünfjährige Tochter entführt wurde. Hinter beiden Verbrechen steckt Fabers Intimfeind Markus Graf (grandios: Florian Bartholomäi). Der schlägt einen infamen Deal vor: Er lässt das Kind nur dann frei, wenn sich Faber das Leben nimmt. Für die Polizei beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Der Dortmunder "Tatort" gehört zu den wenigen Krimis dieser Reihe, die nicht nur abgeschlossene Fälle präsentieren, sondern nebenbei auch einen folgenübergreifenden Erzählstrang verfolgen. Hier ist es die Psycho-Fehde, die sich Kommissar Faber mit Markus Graf liefert, dem Mörder seiner Familie. In "Monster" wird dieses Duell auf die Spitze getrieben: Über den Dächern Dortmunds stehen sich beide gegenüber. Der eiskalte Psychopath Graf ist dem Ermittler wie immer einen Schritt voraus - und spielt mit Faber ein perfides Spiel.

Gleichzeitig liefert dieser "Tatort" einen kleinen Einblick in die Kinderschänder-Szene, der verstörender nicht sein könnte. Der Film (Buch: Jürgen Werner, Regie: Torsten C. Fischer) wirft vor allem einen Blick auf die Opfer und deutet an, was sexuelle Gewalt mit den Seelen der Kinder anrichtet. 

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Was stört?

Als wäre das Psychoduell zwischen Faber und Graf nicht schon nervenaufreibend genug, führt dieser "Tatort" den Zuschauer in die dunkelsten menschlichen Abgründe. Nicht jeder wird so sein Wochenende beschließen wollen.

Die Kommissare?

Diesmal sind gleich zwei Kommissare persönlich involviert: Neben Peter Faber ist dies der junge Kollege Jan Pawlak. Beide werden herausgefordert - und haben im entscheidenden Moment ihre Emotionen im Griff.

Ein- oder Ausschalten?

Auch wenn die Geschichte bisweilen schwer auszuhalten ist: Diesen "Tatort" sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.