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"Tatort" aus Saarbrücken Kommissar im Knast - Adam Schürk gerät unter Mordverdacht

Schauspieler Daniel Sträßer vor weißen Gitterstäben
Szene aus dem "Tatort": Adam Schürk (Daniel Sträßer) muss in der Justizvollzugsanstalt JVA Saarbücken einsitzen.
© SR/Manuela Meyer / ARD
Vergangene Woche stand Kommissar Thiel im Münster-"Tatort" unter Mordverdacht, diesmal wird sein Saarbrücker Kollege Adam Schürk verdächtigt, seinen Vater getötet zu haben. 
  • 3 von 5 Punkten
  • Der Kommissar als Mordverdächtiger - das altbekanntes Motiv wird hier auf neue Weise erzählt

Worum geht's?

Kommissar Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) wird an einen Tatort gerufen: Eine Frau wird in ihrer Villa tot aufgefunden, der mutmaßliche Einbrecher liegt schwerverletzt am Boden. Zur gleichen Zeit wird sein Kollege Adam Schürk (Daniel Sträßer) zu seinem Vater gerufen. Der wird kurz darauf tot aufgefunden. Erschossen mit Schürks Dienstwaffe. Der Kommissar gilt somit als Hauptverdächtiger und kommt in die JVA Saarbrücken, wo er als Polizist nicht viel zu lachen hat. Sein Freund und Kollege Hölzer versucht währenddessen seine Unschuld zu beweisen - auch wenn alles gegen ihn spricht. 

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Die abgeschlossenen Folgen der neuen Saarbrücker Ermittler Adam Schürk (Daniel Sträßer) und Leo Hölzer waren von Anfang an von einem horizontalen Erzählstrang unterlegt. Beide verbindet eine schlimme Tat aus ihrer Jugend: Hölzer schlug damals den Vater von Schürk bewusstlos, der daraufhin ins Koma fiel. Beide vertuschten anschließend die Tat mit einem Brand. Diese Geschichte kommt mit "Das Herz der Schlange" an ihr Ende.

Was stört?

Beim Weihnachtskrimi geriet die von Maria Furtwängler gespielte Kommissarin Charlotte Lindholm unter Tatverdacht. Vergangene Woche wurde gegen den Münsteraner Frank Thiel ermittelt. Nun wird innerhalb eines Monats schon der dritte "Tatort"-Kommissar des Mordes verdächtigt. In jedem dieser Fälle ist aber dem Zuschauer vorab klar, dass der Täter jemand anderes sein muss. Wie vergangene Woche in Münster ist es auch diesmal der Freund und Kollege, der zunächst als einziger an die Unschuld glaubt und letztlich den wahren Täter stellt.

Die Kommissare?

In den bisherigen zwei "Tatort"-Folgen aus Saarbrücken standen die beiden männlichen Ermittler Schürk und Hölzer im Vordergrund. Diesmal können sich ihre Kolleginnen Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) auszeichnen: Ohne ihre Mithilfe wäre der Fall am Ende nicht geklärt worden. "Das Herz der Schlange" könnte somit ein Hinweis auf die Zukunft des Teams sein: Es dürfte künftig deutlich weiblicher werden.

Ein- oder ausschalten?

Die Geschichte man ein wenig ausgelutscht sein, die Umsetzung ist aber aufregend: ein sehenswerter "Tatort".

Die Kommissare Schürz und Hölzer ermittelten auch in diesen Fällen:


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