VG-Wort Pixel

Treffen der ARD-Intendanten Lierhaus, Lena und die leichte Unterhaltung


Für die ARD-Intendanten gibt es derzeit einige Großbaustellen anzugehen. An vorderster Front: der Eurovision Song Contest. Nach schwächelnden TV-Quoten will die Kritik am Konzept einer Titelverteidigung einfach nicht abreißen.

NDR-Intendant Lutz Marmor hat sich auf einem Treffen der ARD-Intendanten in Köln gegen die Kritik am Eurovision Song Contest verteidigt. Der 56-jährige nahm Stefan Raab gegen den Vorwurf in Schutz, den Vorentscheid "Unser Song für Deutschland" für seine eigenen Zwecke zu nutzen. "Sie müssen doch sehen, dass Stefan Raab schon derjenige war, der diesen Erfolg möglich gemacht hat", sagte Marmor.

Raab hat eigene Kompositionen im Rennen und will den Eurovision Song Contest obendrein moderieren. Falls ein Raab-Song gewählt werden sollte, komme allerdings ein anderer Moderator zum Einsatz, stellte Marmor klar.

Auch Programmdirektor Volker Herres zeigte sich in Sachen ESC weiter zuversichtlich. Auf die Frage, ob es wirklich so eine gute Idee war, Lena noch einmal für Deutschland antreten zu lassen, sagte Herres: "Ich stehe immer noch zu dem Konzept, ich halte es nicht für gescheitert."

Maue Unterhaltungsquoten

Ebenfalls kritisiert wurde die schwächelnde Unterhaltungssparte der ARD, die quotentechnisch deutlich hinter RTL und auch hinter dem ZDF zurückliegt. "Wir sind ein informationsorientiertes Programm", verteidigte sich ARD-Vorsitzende Monika Piel. Herres räumte allerdings ein, dass es "im Ersten zu wenig zu Lachen gebe".

Nachdenklichere Momente gab es, als sich die lange erkrankte Moderatorin Monica Lierhaus per Videobotschaft zu Wort meldete: Sie dankte den Intendanten für ihre Geduld, betonte aber, dass sie auf absehbare Zeit die "Sportschau" nicht wieder moderieren könne. Stattdessen sei derzeit eine Botschafterrolle bei der ARD-Fernsehlotterie im Gepräch, so Programmdirektor Herres.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker