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Trotz schwerer Dopingfälle: TV-Ausstrahlung für Reitsport gesichert

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die Fernsehanstalten ARD und ZDF haben sich am Dienstag über einen neuen TV-Vertrag geeinigt. Nach Bekanntwerden der Dopingfälle von Christian Ahlmann und Isabell Werth hatte es lange Zeit düster für die Zukunft des Reitsports im deutschen Fernsehen ausgesehen.

Nach monatelangem Ringen ist der Fernsehvertrag für den Reitsport unterschrieben worden. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gab am Dienstag die Einigung mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF bekannt. Der Kontrakt gilt allerdings nur bis zum Ende des Jahres. Die Sender hatten auch in den ersten Monaten des Jahres trotz des fehlenden Vertrages von verschiedenen Turnieren berichtet. Dafür gab es eine mündliche Vereinbarung.

ARD und ZDF hatten nach den Dopingfällen von Christian Ahlmann und Isabell Werth lange gezögert und der FN Bedingungen gestellt. Dem Pferdsport drohte zwischenzeitlich das TV-Aus. "Eine wichtige Voraussetzung für die Vertragsunterzeichnung war letztendlich das Maßnahmenpaket des deutschen Dachverbandes für einen fairen Sport", hieß es nun in einer Mitteilung des Verbandes. Der Verband hat seine Regeln verschärft und höhere Strafen ins Regelwerk aufgenommen. "Auch wenn es manchmal so ausgesehen hat, als würden die Verhandlungen scheitern, war ich stets zuversichtlich, dass wir einen neuen Vertrag mit ARD und ZDF abschließen werden", wird FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach zitiert.

DPA / DPA