HOME

AfD-Vizechef: Gauland kann sich Zusammenarbeit mit Front National vorstellen

"Man muss den FN ja nicht lieben", findet Alexander Gauland. Für eine künftige Kooperation mit dem rechtsextremen französischen Front National aber zeigt er sich offen. Es könnten Momente kommen, die dies erforderlich machten, so der AfD-Vize.

Alexander Gauland am Rednerpult während des Wahlkampfabschlusses der AfD in Magdeburg

AfD-Vize Alexander Gauland, hier bei einem Wahlkampftermin in Magdeburg im März, schließt eine künftige Kooperation mit dem Front National nicht aus

AfD-Vizechef Alexander Gauland erwägt den Beitritt seiner Partei zu einer neuen Europafraktion unter Beteiligung der rechtsextremen französischen Front National (FN). "Man muss den FN ja nicht lieben", sagte Gauland der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber es kann der Moment kommen, in dem man sagen muss, wir können mit dem FN zusammenwirken, auch wenn wir nicht mit allem einverstanden sind, wofür er steht."

Er wäre jedenfalls für eine solche Zusammenarbeit, sollte sich in naher Zukunft eine neue Europafraktion aus EU-kritischen Parteien gründen. Angesprochen auf einen AfD-Bundesvorstandsbeschluss vom November 2013, laut dem "Kontakte von Funktionsträgern der AfD zu ausländischen Parteien mit dem Bundesvorstand abzustimmen sind", sagte Gauland: "Das hat sich weitgehend entkrampft."

Nur noch zwei AfD-Abgeordnete im Europaparlament

Die AfD hat nur noch zwei Abgeordnete im Europaparlament; die anderen hatten sich der neuen Partei von Ex-AfD-Chef Bernd Lucke angeschlossen. Die AfD hatte sich zunächst der euroskeptischen Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) angeschlossen. Die Europaabgeordnete Beatrix von Storch verließ diese Fraktion kürzlich, nachdem sie wegen umstrittener Äußerungen zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge unter Druck gekommen war.

mod / AFP