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Springreiter-Legende: Fünfmaliger Olympiasieger Hans Günter Winkler ist tot

Trauer um eine Legende des deutschen Reitsports: Hans Günter Winkler ist im Alter von 91 Jahren gestorben. In den 50er- und 60er-Jahren holte der gebürtige Wuppertaler mehrfach Gold bei Olympia und der WM.

Hans Günter Winkler 2009 mit seinem Hengst Cellini

Hans Günter Winkler blieb den Pferden auch nach seinem Karriereende als Springreiter treu

DPA

Fünf Mal holte Hans Günter Winkler olympisches Gold für Deutschland. Zusammen mit seinen WM-Erfolgen machte er sich damit zur Springreiter-Legende. Nun ist Winkler im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte der Sport Informations-Dienst unter Berufung auf die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit. Winkler war den Abgaben zufolge in der Nacht zu Montag nach einem plötzlichen Herzstillstand in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Winkler war mit fünfmal Gold sowie jeweils einer Silber- und Bronzemedaille der erfolgreichste Springreiter in der Geschichte der Olympischen Spiele. Legendär ist sein Olympiasieg 1956 in Stockholm, als er verletzt im Sattel saß und ihn seine Stute Halla zum Sieg trug.

Prominentester Botschafter seines Sports

Zu den größten Erfolgen des gebürtigen Wuppertalers zählen zudem zwei WM-Einzeltitel in den Jahren 1954 und 1955. 1986 beendete der gelernte Bankkaufmann nach mehr als 100 Nationenpreis-Einsätzen für Deutschland seine Laufbahn beim Turnier in Aachen. 

"Es ist eine Ehre, diesen großartigen Sportsmann gekannt zu haben", erklärte der Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), Carl Meulenbergh. Wie kein Zweiter habe Winkler für Erfolg als Ergebnis von Wille, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft gestanden. "Mit ihm haben wir nicht nur eine Legende und den prominentesten Botschafter unseres Sports verloren, sondern auch einen großen Freund des Aachener Turniers."

Hans Günter Winkler mit Pferd Halla

Die Stute Halla verhalf Winkler 1956 zum Olympiasieg

DPA
fri / AFP

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