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TV-Talk "Der Requardt": Ballast abwerfen mit RTL 2

Michael Requardt will die Probleme anderer Leute lösen: Schulden, Familienstreits, Beziehungszoffs. Doch der Auftakt der neuen Vorabendreihe "Der Requardt" geriet selber zur Komplikation, und zwar für RTL 2: Kaum einer wollte zuschauen.

Von Peer Schader

Der Nachmittags-Talk ist wieder da! Und das obwohl Arabella Kiesbauer, Jörg Pilawa, Vera Int-Veen, Sonja Zietlow, Johannes B. Kerner und ihre vielen, vielen Kollegen längst in mehr oder weniger seriöse Fächer der Fernsehunterhaltung gewechselt sind. Nur Oliver Geißen ist noch übrig geblieben und unterhält sich mit seinen Gästen weiter tapfer über Themen wie "Mein Ausschnitt öffnet mir jede Tür!" und "Volltreffer - Hab ich dich wirklich geschwängert?". Mitte Oktober feiert er bei RTL seine 1500. Talk-Sendung und man ist ein bisschen unsicher, ob man da gratulieren oder doch eher ein Beileidskärtchen schicken soll.

Jetzt hat Geißen Konkurrenz bekommen. Von Michael Requardt nämlich, der bei RTL 2 seit gestern die erste Nachmittagstalkshow moderiert, die am Vorabend ausgestrahlt wird. Die heißt bloß "Der Requardt", wird von RTL 2 als "Coaching-Talk" angekündigt, und soll Ehepaaren, Familien und anderen vom Leben benachteiligten Menschen eine kompakte Lebensberatung samt Lösung ihrer ganz privaten Probleme bieten. Eigentlich aber funktioniert die Sendung doch wie ein gewöhnlicher Talk: Menschen sitzen auf Sesseln in einem Studio, machen sich gegenseitig Vorwürfe und beschimpfen Lebenspartner oder Geliebte, bis der Moderator die hinter den Kulissen hervorholt und sagt: "Warum sich Peter aus allen Problemen raus hält, fragen wir ihn am besten selbst."

Ohne Rücksicht auf Verluste

Eigentlich müsste Michael Requardt wissen, was er da tut, denn der Mann ist Anwalt, Schuldnerberater und erfahrener TV-Coach, der schon beim WDR und bei Dmax Leute am laufenden Band zur Besinnung gebracht hat. Diesmal allerdings geht es nicht ausschließlich um desaströse Finanzen, sondern vielmehr um desaströse zwischenmenschliche Beziehungen. Und die versucht Requardt leider genauso zu lösen wie die Vorbereitung eines Insolvenzverfahrens: ohne Rücksicht auf Verluste.

"Trennen Sie sich!", rät er einer in Tränen aufgelösten Frau im Studio, die mit ihrem Mann nicht mehr zurechtkommt und deshalb auch Konflikt mit ihrer pubertierenden Tochter gerät. "Werfen Sie Ballast ab! So hart das sein mag. Nehmen Sie Ihr Kind und suchen Sie das Weite!" Der Mann sitzt schweigend daneben und sagt: gar nichts.

Der Super-Nanny stünden die Haare zu Berge

Ja, Moment mal. Da kündigt ein Herr im Anzug also in einem Fernsehstudio zwei Trailer an, in denen gezeigt wird, wie schlimm sich die eingeladene Familie zuhause zofft und wie der Vater mit Prügeln droht. Danach sagt der Herr Sätze wie "Emotional sind Sie gar nicht mehr da", plaudert ein halbes Stündchen mit den Betroffenen und gibt hinterher den prima Ratschlag, dass die Familie sich doch bitte schön auflösen soll? Der Super-Nanny stünden die Haare zu Berge! Requardt nicht. Danach ist die Sendezeit um und er lächelt in die Kamera: "Schön dass Sie dabei waren. Bis zum nächsten Mal." Wie bitte?

Leider meint RTL 2 das alles ernst. "Der Requardt" ist keine gut getarnte Satire auf die unzähligen Hilfs- und Beratungsformate, die derzeit durchs Programm wabern, sondern bloß eine noch drastischere Überspitzung des bisher Gesehenen. Eine Sendung, bei der man den Finger stets an der Fernbedienung halten muss, um notfalls weg zappen zu können.

Mit "Der Requardt" unternimmt RTL 2 einen weiteren Versuch, seinen Vorabend wieder aufzumöbeln, der sonst nur einigermaßen funktioniert, wenn "Big Brother" läuft. Das aber macht seit ein paar Wochen Pause und soll erst im nächsten Jahr zurückkommen. Die richtige Sendung, um diese Lücke zu füllen, hat der Sender noch nicht gefunden. Das liegt auch daran, dass der Vorabend im Fernsehen zu den umkämpftesten Zeiten des Tages gehört. Viele Zuschauer haben längst eingefahrene Sehgewohnheiten: "Das Perfekte Dinner" bei Vox schwingt sich zu immer neuen Quotenrekorden auf, die RTL-Soaps funktionieren prima, Kabel 1 fährt einigermaßen gut mit dem "Quiz-Taxi".

Der Auftakt ging daneben

Da ist nicht mehr viel Platz für neue Programme, vor allem, wenn sie den Zuschauer mit einem Berg von Problemen erschlagen, bevor der zu Abend gegessen hat. Der Auftakt am Montag ist deshalb auch gleich mal ziemlich daneben gegangen: Bloß knapp 250.000 Menschen interessierten sich für Requardts "Coaching-Talk". Das entspricht katastrophalen 2,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern, die wichtig für die Werbekunden sind. Im Durchschnitt liegt RTL 2 gerade bei 6,6 Prozent.

Geht das diese Woche so weiter, wird man sich gar nicht groß an das neue RTL-2-Gesicht gewöhnen müssen, denn lange dürfte der Sender solche Ergebnisse nicht mitmachen - oder wie Requardt sagen würde: RTL 2 muss Ballast abwerfen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wäre es um diesen Quatsch auch nicht weiter schade.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?