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TV-Tipp: "Der Rote Kakadu": Eine Jugend zwischen Rock'n'Roll und Stacheldraht

stern.de führt Sie mit dem TV-Tipp des Tages durch den Fernseh-Dschungel. Heute: "Der Rote Kakadu" - ein Spielfilm, der in der DDR kurz vorm Mauerbau spielt.

"Der Rote Kakadu"
23.00 Uhr, Bayern

DRAMA Ich habe eine große Schwäche für Filme, die in den 50er und frühen 60er Jahren spielen. Filme wie "American Graffiti", "Zurück in die Zukunft" oder "Liberty Heights". Sie erzählen von goldener Jugend, Aufbruch, aufregender Musik - und einer glorreichen Zukunft. Auch in der DDR gab es in jenen Jahren junge Menschen, die ganz ähnliche Bedürfnisse hatten: Auch sie wollten leben, Spaß haben, tanzen - und sich frei entwickeln. Doch ihrer Freiheit waren noch stärkere Grenzen gesetzt als den Menschen im Westen. Genau davon erzählt Dominik Grafs Film. "Der Rote Kakadu" ist ein Musiklokal in Dresden, in dem Jugendliche zu Rock’n‘Roll wild tanzen - sehr zum Unwillen der Stasi. Im Mittelpunkt steht eine Dreiecks-Geschichte zwischen dem Bühnenmaler Siggi (Max Riemelt), der Dichterin Luise (Jessica Schwarz) und ihrem rustikalen Mann Wolle (Ronald Zehrfeld), die unter der politischen Großwetterlage zu leiden haben - denn schon bald wird die Mauer gebaut.
Ein TV-Tipp von Carsten Heidböhmer, Redakteur bei stern.de


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:


"Mr. Nice"
22.25 Uhr, 3Sat

BIOPIC Howard (Rhys Ifans) ist ein Wunderkind. Mühelos schafft er es Ende der 60er vom tristen Wales nach Oxford. Auch dort: Alles easy. Eben noch schmuggelt er für einen Freund Haschisch, schon beliefert "Mr. Nice" halb Europa mit Drogen aus dem Orient, kooperiert mit der IRA und lässt sich vom MI6 anwerben. Brenzlig wird’s erst, als Howard den US-Markt erobern will... Ifans und seine Co-Stars verleihen der britischen "Blow"-Variante Leichtigkeit. Ohne die wäre das Dealerporträt nach der Autobiografie des echten Howard Marks in seiner Selbstverliebtheit auch nur schwer zu ertragen. Mit dem Film startet die 3sat-Reihe "Real Life - Neues Britisches Kino". (bis 0.20)