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Zum Tode von Maria Kwiatkowsky: Mario Adorf trauert um junge Kollegin

Vor zehn Tagen stand Maria Kwiatkowsky noch gemeinsam mit Mario Adorf vor der Kamera. Jetzt ist die 26-Jährige tot. Ihr Schauspielerkollege zeigte sich zutiefst betroffen.

Mario Adorf trauert um seine verstorbene Schauspielerkollegin Maria Kwiatkowsky. Zehn Tage vor ihrem Tod habe er noch mit der 26-Jährigen auf der Bühne gestanden."Nichts hatte in meinen Augen darauf hingedeutet, dass Maria ein Problem haben könnte, gleich welcher Art", sagte der 80-Jährige der "Bild am Sonntag". Adorf ehrte Kwiatkowsky als eine der begabtesten Nachwuchs-Schauspielerin in Deutschland.

Am Freitag hatte die Volksbühne Berlin den Tod ihres festen Ensemblemitglieds bekannt gegeben. Maria Kwiatkowsky sei bereits am Montag, den 4. Juli, gestorben und später leblos in ihre Wohnung in Berlin-Mitte gefunden worden. Auf der Homepage der Volksbühne heißt es: "Die Erinnerung an sie wird so lebendig bleiben, wie es ihre Erscheinung war. Fröhlich, komisch, manchmal traurig, laut und niemals still. Wir trauern um sie." Zur Todesursache gab es dort keine Angaben. In den Medien wird über eine Überdosis Drogen spekuliert.

Engagiert in Theater, Kino, TV und Internet

Maria Kwiatkowsky war seit 2010 festes Ensemblemitglied der Volksbühne und spielte auch in Kino- und Fernsehfilmen mit. Im Internet ist eine von Kwiatkowsky und Schauspielkollegen selbst produzierte Serie zu sehen, die das Berliner Künsterleben selbstironisch aufs Korn nimmt: "Torstrasse intim".

Für ihre Rolle der "Amelie" im TV-Film "Liebe Amelie" erhielt Kwiatkowsky 2005 den Förderpreis Deutscher Film. Kritiker wählten sie in der Umfrage der Zeitschrift "Theater heute" von 2010 zu einer der Nachwuchsschauspielerinnen des Jahres. Mit Mario Adorf hatte die Berlinerin für für den Kinofilm "Die Erfindung der Liebe" vor der Kamera gestanden.

jwi/DPA / DPA
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