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Unabhängigkeit Barbados will die Queen loswerden – Karibikstaat möchte künftig Republik sein

Barbados Queen Elizabeth II. und Prinz Philip
Queen Elizabeth II. und Prinz Philip bei der Parlamentseröffnung in Bridgetown, Barbados, 1977
© Ron Bell / Picture Alliance
Barbados möchte ab November kommenden Jahres eine Republik sein. Das heißt, dass die Queen als Staatsoberhaupt abgesetzt würde. 

"Die Zeit ist gekommen, unsere koloniale Vergangenheit vollständig hinter uns zu lassen", sagte die Generalgouverneurin von Barbados, Dame Sandra Mason, in einer Rede im Namen von Premierministerin Mia Mottley. "Die Barbadier wollen ein Staatsoberhaupt aus Barbados. Dies ist die ultimative Erklärung des Vertrauens in das, was wir sind und was wir erreichen können. Daher wird Barbados den nächsten logischen Schritt in Richtung volle Souveränität unternehmen und eine Republik werden, wenn wir unseren 55. Jahrestag der Unabhängigkeit feiern", verlas sie.

Barbados will die Queen absetzen

Ab November 2021 möchte der Inselstaat eine Republik sein. Bereits 1966 erlangte Barbados seine Unabhängigkeit von Großbritannien, Queen Elizabeth II. blieb allerdings das Staatsoberhaupt. Man wolle nicht "herumlungern auf kolonialem Boden", betonte Errol Barrow, der erste Premier des karibischen Inselstaates. 

Großbritannien und seine Monarchie nahm sich im Jahr 1625 die damals noch unbewohnte Insel und bevölkerte sie. Außerdem nutzten die Briten das Land zum Anbau von Zuckerrohr und Baumwolle. Sklaven aus Afrika arbeiteten für weiße Großgrundbesitzer. Doch bald schon waren Erstere in der Mehrzahl. Selbst nach der Abschaffung der Sklaverei 1834 durften die Schwarzen politisch nicht mitbestimmen.

Ein langer Kampf

Der Kampf gegen Großbritannien und für die Unabhängigkeit begann bereits Endes des 19. Jahrhunderts. Nach lautstarken Protesten erhielt der schwarze Teil der Bevölkerung 1937 endlich ein Wahlrecht. 1961 folgte dann die innere Autonomie Barbados', 1966 die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien. 

Doch der Inselstaat blieb eine parlamentarische Monarchie, mit Queen Elizabeth II. als Vorsitz. Nun könnte bald der nächste logische Schritt gegangen werden. Vorgemacht haben es andere ehemalige Kolonialstaaten. Guyana wurde 1970 zur Republik, Trinidad und Tobago 1976 und Dominica 1978. 

Verwendete Quelle: "The Guardian"

ls

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