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"DSDS"-Teilnehmer: Polizei führt Menowin Fröhlich in Handschellen ab

Es könnte das Ende einer Karriere sein, die noch gar nicht begonnen hat: Am Mittwochabend führte die Polizei in Dortmund Menowin Fröhlich ab, den Zweitplatzierten der letzten Staffel von "DSDS". Er hätte eigentlich am Montag seine Haftstrafe antreten müssen - und ist dann untergetaucht.

Menowin Fröhlich, Beinahe-Sieger der vergangenen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar", ist in Dortmund festgenommen worden. Er habe seine Haftstrafe in Darmstadt nicht wie gefordert angetreten, sagte sein Anwalt Manfred Döring und bestätigte damit einen Bericht der "Ruhr Nachrichten". Die Polizei in Dortmund erklärte, Fröhlich sei am Mittwochabend nach einem Hinweis festgenommen worden. Der 23-Jährige hätte eigentlich am Montag in Darmstadt seine Haft antreten müssen. Es gehe um eine Reststrafe von 313 Tagen, weil er Bewährungsauflagen nicht eingehalten habe, sagte Döring.

Menowin Fröhlich war vom Amtsgericht im bayerischen Ingolstadt wegen Betrugs und Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Von dieser Strafe hatte er rund zwei Drittel abgesessen und war anschließend auf Bewährung entlassen worden.

"Ich habe mit Engelszungen auf ihn eingesprochen"

Auf der offiziellen Homepage wird der Eindruck erweckt, der Künstler habe die Strafe aus freien Stücken angetreten: "Gestern sollte der Beginn der Reststrafe von Menowin vollzogen werden. Heute hat er die Haftstrafe angetreten. (...) Steht weiterhin hinter Menowin, es wird alles getan damit er bald wieder in Freiheit ist." Doch die Äußerung seines Anwalts in der "Bild"-Zeitung sprechen eine andere Sprache: "Ich habe mit Engelszungen auf ihn eingesprochen, dass er sich stellen muss. Danach hatte ich keinen Kontakt mehr", sagte Döring.

che/DPA / DPA