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"Sex and the City": New Yorker haben Carrie und Co. satt

Erst London, jetzt Berlin: "Sex and the City, der Film" feierte Weltpremiere fernab von der Stadt, um die es eigentlich geht. Das nehmen viele New Yorker übel, die Carrie-Hasser haben Zulauf. Gipfel der Anti-Bewegung: Eine Zeitschrift, die herausgefunden haben will, dass die Serie die Stadt ruiniert.

Von Jens Maier

"Sex und die falsche City" witzelte die Zeitung "New York Post" über die Londoner Premierenfeier. Es sei eine "eigenartige" Entscheidung, "Sex and the City" jenseits des großen Teiches zum ersten Mal zu zeigen, wo der Film sein geistiges Zuhause doch in New York habe. Mit dieser Meinung steht die Zeitung nicht alleine da. Die Premiere in Europa sorgt nicht nur für heftige Diskussionen, sondern bringt diejenigen New Yorker auf den Plan, die ohnehin genug vom Hype der Serie haben.

Bei der Produktionsfirma "Warner Brothers" hielt man es für eine gute Idee, den Film am 12. Mai in London der Weltöffentlichkeit vorzustellen. Drei Tage später waren die Berliner dran. Und erst in knapp zwei Wochen, am 27. Mai, ist die Erstaufführung in New York geplant. Den Grund dafür weiß Warner offenbar selbst nicht so genau. Auf stern.de-Nachfrage erklärte man in der Hamburger Deutschlandzentrale, London sei gar keine Welt-, sondern nur die Großbritannien-Premiere gewesen, ebenso sei Berlin nur die Deutschlandpremiere. Einen tieferen Sinn habe das Ganze nicht, hieß es.

Nixon versucht zu beschwichtigen

Vergeblich hat auch Cynthia Nixon (spielt die "Miranda") versucht, zurückzurudern. Dies sei nur ein Vorspiel für das Hauptereignis in New York, sagte Nixon bei der Premiere am Montag in London zu Reportern: "Wir haben eine Art kleine Premiere hier, und wir haben eine kleine Premiere in Berlin." Das alles ebne den Weg für eine gigantische Premiere in New York, direkt vor dem weltweiten Kinostart Ende des Monats, versuchte sie die Fans in der Heimat zu beschwichtigen. Doch da war es bereits zu spät.

In New York hat sich so etwas wie eine Anti-Bewegung gegen "Sex and the City" gebildet, die durch die Premieren-Entscheidung neuen Zulauf bekommt. "Ich bin schon lange genervt von der Serie", sagt der New Yorker Jim Murphy, der in Brooklyn wohnt und in Manhattan arbeitet. "In viele Cafés oder Bars kann man nicht mehr gehen, weil sie in der Serie vorkamen, und es dort jetzt von hysterischen Carrie-Fans und Devotionalien-Jägern nur so wimmelt", begründet Murphy seine "Sex and the City"-Abneigung. Wie ihm geht es offenbar vielen.

Zeitschrift an der Spitze der "Sex"-Hasser

"Timeout", das renommierte Stadtmagazin, das regelmäßig über Trends in New York berichtet, titelt in seiner neusten Ausgabe: "No Sex - wir haben genug von der Serie". Und dann wird erklärt, wie "Sex and the City" die Stadt ruiniert habe: Angeprangert wird unter anderem, dass das einstige Szeneviertel "Meatpacking District" zu einem Yuppie-Ort verkommen sei. Schuld habe die Serie, weil Samantha darin beschließt, ins Fleischerviertel zu ziehen. Kaum war die Sendung ausgestrahlt, schossen die Anfragen nach Wohnungen und damit die Mietpreise in die Höhe. Erst kamen die Yuppies, dann zahlreiche Edellokale, Hotels und Designer-Boutiquen. Das Meatpacking sei zu einer "glänzenden Fassade" verkommen, schreibt "Timeout", kein New Yorker mit Selbstachtung würde den Bezirk freiwillig betreten.

Und um die New Yorker vor dem "Wahnsinn" des "Sex and the City"-Films zu bewahren, veröffentlichte das Magazin eine Liste von Orten, die im neuen Film vorkommen und die man zukünftig meiden sollte. Aufgezählt werden Restaurants, Shops, Plätze und Hotels. Kostprobe gefällig: "Meiden Sie das Restaurant 'Buddakan' (darin veranstalten Carrie und Mr. Big ihre Hochzeit) wie die Pest". Oder: "Besuchen Sie das Bistro 'Raoul' lieber, bevor es durch unzählige Touristen seinen Künstlercharme verliert." Und weshalb zukünftig Busse vor dem "Starbucks"-Café am "Astor-Platz" halten, wird auch erklärt: "Nicht weil die Rentner darin aufs Klo müssen, sondern weil es im Film vorkommt." Rat der Zeitschrift: "Gehen sie einfach in eines der 'gefühlten' acht Millionen anderen 'Starbucks' in NYC."

Der Tourismus ist der große Gewinner des Film-Hypes

Die "Sex and the City"-Überdrüssigkeit teilen allerdings nicht alle New Yorker. Einer freut sich ganz besonders auf den Film: George Fertitta. Er ist Direktor des städtischen Tourismusbüros NYC & Company und sagt: "'Sex and the City' war eine der besten Werbungen, die New York je hatte." Seiner Meinung nach habe die Serie wesentlichen Anteil am guten Image der Stadt im Ausland - und das gegen den allgemeinen negativen USA-Trend nach Irak-Krieg, Bush und 11. September. 2007 reisten allein aus Deutschland 470.000 Urlauber an - ein Plus von zwölf Prozent, im nächsten Jahr sollen es über 500.000 werden, ein neuer Rekord.

Einen Anteil am Besucherzuwachs soll auch der neue Film haben. "Wir glauben, dass dies ein weiterer Anreiz für viele Deutsche sein wird, um nach New York zu reisen", sagt Peter Mierzwiak von der deutschen Vertretung von NYC & Company. Der günstige Dollarkurs locke ohnehin viele Schnäppchenjäger zum Einkaufen in den "Big Apple". Ein Film, in dem es viel ums Shoppen gehe, verstärke diesen Trend bestimmt, sagt Mierzwiak. Außerdem erfreue sich die "Sex and the City"-Bustour immer größerer Beliebtheit, bei der die Drehplätze angesteuert werden. "Und künftig dann auch die aus dem neuen Film."

Das lässt den Schluss zu, dass es auch bald am "Starbucks"-Café am Astorplatz, in der Nähe vom Bistro "Raoul" oder des Restaurants "Buddakan" "Sex and the City"-Hasser geben wird. Anwohner werden von doofen Touristenfragen nach Carrie genervt sein, den Film verfluchen und die ganze Stadt vielleicht gleich mit. Ob New Yorker keine anderen Probleme haben? Wahrscheinlich schon. Und würden diese New Yorker öfter "Sex and the City" gucken, wüssten sie das auch. Denn wie heißt es in einer der ersten Episoden so schön: "Wie kann man eine Stadt lieben, in der wildfremde Männer sich vor dir in der U-Bahn einen runterholen."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(