"Wer wird Millionär" Promis sahnten ab


Großer Spaß und dicke Gewinne: Beim jüngsten Promi-Special von Deutschlands beliebtester Fragestunde wurde richtig abgesahnt - und Günther Jauch packte die Verzweiflung.

Günther Jauch und seine prominenten Kandidaten haben am Donnerstagabend die Konkurrenz in den Schatten gestellt. 11,02 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 37,5 Prozent) verfolgten die drei Stunden lange Sondersendung in der Reihe "Wer wird Millionär?". Die fünf prominenten Kandidaten erspielten eine Gesamtsumme von 1.641.000 Euro, die der RTL-Stiftung "Wir helfen Kindern" zugute kommen soll. Bis zum Freitagvormittag kamen beim 24 Stunden langen RTL-Spendenmarathon, der am Donnerstag um 18 Uhr startete, insgesamt knapp 2,8 Millionen Euro zusammen.

Promis stellten neuen Gewinn-Rekord auf

Sängerin Nina Hagen (49), Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (61), "Big Boss" Reiner Calmund (56), Komiker Bernhard Hoëcker (34) und Geiger André Rieu (55) saßen beim Prominentenspecial auf Jauchs Ratestuhl. Hagen, Simonis und Hoëcker gewannen jeweils 500.000 Euro, Calmund 125.000 Euro und Rieu kam auf 16.000 Euro.

Und so haben sich die Promis auf dem heißen Kandidatenstuhl geschlagen:

Rainer Calmund - 125.000 Euro

Erst im zweiten Anlauf schaffte es der "Big Boss" in die Studiomitte. Und das hat sich ausgezahlt, erst bei der 32.000 Euro-Frage setzte Calli zwei Joker ein und konnte auch die nächste Frage mit Hilfe von Hella von Sinnen am Telefon lösen. Bei der 500.000 Euro-Frage konnte kein Joker mehr helfen: "Welche Tiere verständigen sich in einem für den Menschen nicht hörbaren Schallbereich?" A: Zebras, B: Kobras, C: Löwen, D: Giraffen. Calli nahm die sicheren 125.000 Euro mit, die richtige Antwort (Giraffen) hätte er nicht gewusst.

Bernhard Hoëcker - 500.000 Euro

Als zweiter Kandidat schaffte es Bernhard Hoëcker auf den Kandidatenstuhl - Der Comedian setzte zwar früher als Calmund seinen ersten Joker ein (50/50-Joker bei der 8.000 Euro-Frage), zockte sich dann aber souverän durch die Frageleiter. Seine Schleswig-Holstein-Kenntnisse musste der Komiker ("Liegt Husum in der Nähe von Dänemark?") unter Beweis stellen und hatte Glück: Der 34-Jährige entschied sich für das "rotbunte Husumer Protestschwein" und gewann. Mit viel Wissen und Humor erreichte Hoëcker sogar die 1-Million-Euro Frage: "Wo liegt das Kap Anamur, nach dem die Hilfsorganisation und ihr Schiff benannt sind?" A: Türkei, B: Krim, C: Chile, D: Somalia. Der Telefonjoker war noch übrig und der weitgereiste Herbert Feuerstein sollte weiterhelfen - Der tippte auf "Chile", war sich aber nicht sicher. Das Risiko war zu groß und Hoëcker nahm lieber die 500.000 Euro. Kluge Wahl, denn die richtige Antwort wäre "Türkei" gewesen!

Heide Simonis - 500.000 Euro

Locker quizzte sich die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein durch die Fragen. Der Telefonjoker von Heide Simonis, ein Mitarbeiter des Kieler Kultusministeriums, ließ sie allerdings im Stich. Er meinte, den Künstler Jules Gross zu kennen, Simonis vertraute aber auf ihre Intuition und tippte auf Yves Klein. Auch beim Publikumsjoker setzte sie - gegen 63 Prozent - auf ihre Eingebung und entschied sich mit etwas Hilfe für den Knigge-Titel "Vom Umgang mit Menschen", für den nur 16 Prozent votiert hatten. Als Simonis dann noch Herta Heuwer als Currywurst-Erfinderin erkannte und zum Schluss Albert Einstein dem Berner Patentamt zuordnete, jubelte Simonis: "Meinen Instinkt verkauf ich um nichts auf der Welt." Sie schaffte es bis zur entscheidenden Millionen-Frage, scheiterte aber an der harten Nuss: Die 61-Jährige sollte für eine Million Euro wissen, bei welcher von vier Nüssen es sich aus botanischer Sicht um eine echte handelt. "Ich bin nicht größenwahnsinnig, ich passe", meinte Simonis. "Schluss. Ende. Aus. 500 000 Euro sind eine Menge Geld", rief die Ministerpräsidentin. Als Günther Jauch ihr die Antwort verriet, atmete Simonis auf; die Haselnuss wäre nicht ihr erster Tipp gewesen.

Nina Hagen - 500.000 Euro

Die vorletzte Sortierfrage konnten beide Promis beantworten, doch Nina Hagen war eine Sekunde schneller als André Rieu und durfte neben Günther Jauch Platz nahmen. Der schrille Popstar knackte die 16.000 Euro-Hürde mit Hilfe des Publikumjokers und verzockte die letzten beiden Joker bei der 64.000 Euro-Frage. Nicht mehr an sich halten konnte Moderator Günther Jauch, als er zu den Antwortmöglichkeiten der 11. Frage ansetzte: "Was fehlt den meisten Bäumen, die im tropischen Regenwald wachsen?" wollte er wissen. Wegen Nina Hagens spontaner Antwort "Gerechtigkeit" fiel er vor Lachen fast vom Stuhl. Bei der 500.000 Euro-Frage zum Thema "Grimmsche Märchen" wurde es dramatisch, denn Nina zockte aus dem Bauch heraus ("Ich MUSS die Wurst nehmen. In mir hat sich quasi gerade eine Bratwurst materialisiert!") - Aber sie lag völlig richtig! Könnte sie die Million auch noch knacken? "Der hellste Stern am nächtlichen Himmel heißt ...?" A: Wega, B: Sirius, C: Polarstern, D: Alpha Centauri. Nina - völlig Jokerlos - entschloss sich ihr eigenes Orakel einzusetzen und warf eine Münze. Danach entschied sie kryptisch "Sirius". Jauch verzweifelte fast, schaffte es aber Nina so zu verunsichern. dass sie die sicheren 500.000 Euro für das Benefiz-Projekt einsackte. Natürlich hatte sie auf die richtige Antwort getippt!

André Rieu - 16.000 Euro

Dann kam André Rieu (55) aus Maastricht in die Studiomitte. Der "Geiger und Walzerkönig" setzte den ersten Joker erst bei der 32.000 Euro-Frage ein und rief seinen Sohn an, der ihm weiterhelfen konnte. Bei der nächsten Frage für 64.000 Euro hatte Rieu noch zwei Joker übrig: "Alix von Hessen-Darmstadt wurde 1894 die letzte Kaiserin von ...?" A: China, B: Österreich, C: Indien, D: Russland. Rieu wollte sich mit dem 50/50-Joker absichern, die falschen Antworten B und C fielen weg. Mit vollem Risiko ging er auf China. - Doch leider war sie die letzte Kaiserin von Russland und er fiel zurück auf die 16.000 Euro-Hürde. (mit DPA)


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