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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Der nackte Wahnsinn

Rasierkrieg im Hause du Mont: Mirja steht auf glatte Männer, Sky lässt lieber sprießen. Auch Wayne Rooney wünscht sich verzweifelt mehr Haare. Und Lindsay Lohan hält sich für eine Primaballerina.

Von Jens Maier

Wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe: Mirja du Mont hat in dieser Woche schockierende Details aus ihrem Badezimmer offenbart. Dort spielen sich schlimmere Szenen ab als in jedem Horrorfilm. "Männer mit Haaren unterm Arm finde ich nicht schön", sagte sie im Fernsehinterview mit RTL. Ihr Sky hingegen lasse es gerne sprießen. "Rasierte Männer sind keine Männer", finde er nach Aussagen seiner Gattin. Doch offenbar hat man sich im Hause du Mont auf einen Rasierfrieden geeinigt. Und Nacktschneckchen Sky freut sich: "Je niedriger die Hecke ist, desto größer erscheint das Haus."

Der nackten Wahrheit entgegensehen muss auch Wayne Rooney. Allerdings auf dem Kopf. Der englische Fußballnationalspieler wünschte sich nichts sehnlicher als fülliges Haupthaar. Deshalb soll er für seine Haartransplantation sogar über 30.000 Pfund ausgegeben haben. Mit mäßigem Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Denn nach anfänglichen Erfolgen beweisen aktuelle Fotos: Der Kahlschlag ist zurück. "Hoffentlich hat er die Rechnung aufgehoben", frotzelte die britische Tageszeitung "The Sun", und die "Daily Mail" kommentierte, dass Rooney in der kommenden Saison wohl nicht mit einer Dauerwelle auf dem Platz erscheinen werde. Schade, dabei hatten viele den Möchtegern-Mattenprinzen schon in einer Reihe mit Rudi Völler, Torsten Frings und Günter Netzer gesehen.

Von Schönheitsoperationen angetan scheint auch ein anderer Fußballer zu sein: Bremens Skandal-Stürmer Marko Arnautovic. In einem Interview mit der österreichischen Illustrierten "Seitenblicke" schwärmte er von Silikonbrüsten. Auf die Frage, wie seine Traumfrau aussehe, sagte er: "Sie muss tätowiert sein, das steht bei mir an erster Stelle. Und schwarze Haare und Silikonbrüste haben." Seine blonde Freundin scheint das allerdings nicht so lustig gefunden zu haben, weswegen bei dem Österreicher eine plötzliche Amnesie eingesetzt zu haben scheint. Auf seiner Homepage ließ er wissen, dass er niemals ein Interview mit "Seitenblicke" geführt habe. Dumm nur, dass die Redaktion des Magazins behauptet, das Interview auf Tonband mitgeschnitten zu haben. Von so viel Medienstress lenkt sich so ein Kerl wie Arnautovic beim Männersport ab: "Gestern beim Pony-Sulkyrennen. Eine schöne Veranstaltung", schreibt er auf seinem Twitter-Account. Dass das Leben kein Ponyhof ist, scheint er jedenfalls noch nicht gemerkt zu haben.

Auch Vorzeige-Macho Bushido entpuppt sich in dieser Woche als Weichei. Der Gangster-Rapper steht zuhause unter Mamas Pantoffel. Er lebe in einem Haus in Berlin mit seiner Mutter Luise-Maria unter einem Dach und dort würden "keine Gangbang-Koks-Partys gefeiert", erklärte er der "Bild"-Zeitung. Allerdings nicht, weil Bushido solchen Partys gegenüber grundsätzlich abgeneigt wäre, sondern weil Mutter "ja alles mitbekommen" würde. Bushido, das Muttersöhnchen.

Bei Kate Hudson hat es "Bing" gemacht

Wie anstrengend es sein kann, Mama zu sein beziehungsweise zu werden, hat auch Kate Hudson erfahren. Ihr Freund twitterte in dieser Woche über die Geburt des gemeinsamen Sohnes: "Nach viereinhalb Stunden intensiven Drückens ist der Junge zur Welt gekommen." Zur Strafe machten sich die Eltern aus der Namensgebung offenbar einen riesigen Spaß. Der Kleine wurde nach seinen Großmüttern benannt. Da die dummerweise aber weibliche Vornamen haben, mussten die Nachnamen herhalten. Bingham Hawn heißt das arme Kind deswegen jetzt und die Vorstellung, in Deutschland würden Eltern auf die gleiche Idee kommen, lässt einen erschaudern: "Meier Schröder, du isst deinen Spinat auf."

War sonst noch was? Na klar! Koksnase Lindsay Lohan hat mit dem amerikanischen Magazin "Plum Miami" über ihr jetzt alkoholfreies Leben gesprochen. Freilich nicht, ohne sich dabei ein Gläschen Wein zu gönnen. Auch sonst scheint es der 25-Jährigen, die bislang mit Filmen wie "Herbie: Fully Loaded - Ein toller Käfer startet durch" aufgefallen ist, nicht an Selbstüberschätzung zu mangeln. Einer Reporterin erklärte Lohan, dass sie aufgrund ihres jahrelangen Ballettunterrichts besser in die Rolle der Ballerina in "Black Swan" gepasst hätte als Oscar-Gewinnerin Natalie Portman. Das war wohl eine Linie zu viel, was Lindsay? Aber falls jemals eine Fortsetzung von "Zwei Nasen tanken Super" gedreht werden sollte, steht sie auf der Besetzungsliste damit bestimmt ganz oben.