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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Die Katze verbockt ihr Casting

Mariah Carey benennt ihren Sohn nach einer Wohnung, Frédéric von Anhalt träumt derweil noch von Nachwuchs. Sprachprobleme haben dagegen Loddar und Daniela Katzenberger. Matthäus flucht auf "Englisch", die Katze stottert - und verbockt ihr Casting fürs US-Fernsehen.

Von Stefan Mielchen

Wie blond dürfen Nachrichten sein? Jedenfalls nicht zu blond: Daniela Katzenberger hat ein Casting in den USA versemmelt und wird nun leider doch nicht Anchorwoman des Fernsehsenders "E!". Bei den Probeaufnahmen konnte der Schrecken der Pfalz trotz zweier beeindruckender Argumente nicht überzeugen. Fünf Anläufe benötigte die Kult-Blondine, bevor sie einen simplen Satz der Unterhaltungsnachrichten unfallfrei vom Teleprompter ablesen konnte. Und da die Katze nun mal die Katze ist, garnierte sie ihre Versprecher mit Kommentaren wie "Scheiße nochmal". Das wiederum kommt im seriösen Nachrichtenjournalismus, nun ja, nicht ganz so gut an. Anschließend war der Katzenjammer groß: "Du siehst umwerfend aus, aber an Deinem Englisch musst Du noch arbeiten", gab man der 24-Jährigen halbwegs diplomatisch mit auf den Weg.

Ihre Deutsch-Kenntnisse waren immerhin kein Thema. Dennoch gilt: Wer nix wird, wird Wirt - die Gute hat schließlich noch ihren Laden auf Malle. Kaum zurück, gab’s allerdings auch dort Ärger. Und das ausgerechnet mit dem König von Mallorca. Als Jürgen Drews in dieser Woche zur Saisoneröffnung ihres Cafés sang, ergriff die Kult-Blondine bereits nach wenigen Takten die Flucht und verschwand auf dem Katzen-Klo. Drews war beleidigt, doch die Katze blieb gelassen. Über einen letzten Rest guten Geschmacks scheint die dralle Dani dann doch noch zu verfügen.

Gestatten, Monroe und Moroccan Scott

Einen solchen möchte man US-Diva Mariah Carey nicht unterstellen. Die 41-jährige Sängerin ist pünktlich zum dritten Hochzeitstag Mutter von Zwillingen geworden. Und die konnten sich mal wieder nicht wehren: Monroe heißt das Mädchen, Moroccan Scott der jüngere Bruder. Dass Mariahs Tochter nach Marilyn benannt wurde, weil Mutti die legendäre Schauspielerin nun mal vergöttert, mag ja noch in Ordnung gehen. Der Junge hingegen wird so heißen wie die obere Etage von Careys New Yorker Appartment. Begründung: Dort, im so genannten "Moroccan Room", soll Gatte Nick seiner Mariah den Heiratsantrag gemacht haben. Da kann das Kind ja noch froh sein. Wäre Mariah von ihrem Zukünftigen beispielsweise bei einem romantischen Dinner in einem verschwiegenen Restaurant gefragt worden, hieße das Kind am Ende noch Burger King.

Hasselhoffs Ex als Leihmutter

Apropos Nachwuchs: Der vor nichts und niemand zurückschreckende Hans-Robert Lichtenberg, besser bekannt als Adoptivprinz Frédéric von Anhalt, will bekanntlich auch Vater werden, will bekanntlich auch Vater werden – mit Zsa Zsa Gabor, die zu diesem Behufe bereits vor gefühlt 200 Jahren vorsorglich ihre Eizellen ins Gefrierfach legte. "Meine Frau hat immer von einem Kind mit mir geträumt", behauptete der 67-Jährige in dieser Woche einmal mehr, um sogleich nachzulegen. Ausgerechnet die Ex-Frau von David Hasselhoff soll als Leihmutter fungieren. "Wir sind schon lange gut befreundet und da hat sie es mir beim Lunch einfach so angeboten", rekapitulierte Frédéric sein Tischgespräch mit Pamela Bach. Die ist als werdende Mutter auf jeden Fall qualifiziert, denn: "Pamela ist zwar 47 – sieht aber aus wie eine 25-Jährige." Und auch an The Hoff hat von Anhalt gedacht: "Der kann sich ja freuen, wenn seine Ex-Frau schwanger ist. Dann hat sie wenigstens andere Dinge zu tun, als ihn ständig vor Gericht zu zerren und Geld zu verlangen."

Schön, wenn beim Kindermachen so viel Liebe im Spiel ist und die Kleinen in geordneten Verhältnissen aufwachsen. So wie die Tochter von Tom Cruise, die eine äußerst behütete Kindheit erlebt: Mit fünf Jahren wurde Suri in dieser Woche auf Platz 21 der Liste der "Best Dressed Women 2011" gewählt. Denn, so die Begründung der Jury des britischen "Glamour"-Magazins: Frollein Cruise verfüge bereits über einen ganz eigenen Geschmack und entscheide in aller Regel selber, was sie trägt. Da lässt sich bereits ahnen, was aus diesem Kind noch wird. Der Titel der "Worst Dressed Woman" ging erstaunlicherweise an Ex-Boxenluder Katie Price, die in aller Regel zwar auch selbst entscheidet, allerdings darüber, was sie nicht anzieht. Verdient hätten den Preis indes die Windsor-Prinzessinnen Eugenie und Beatrice ob ihrer bekloppten Hutkreationen, die sie während der königlichen Hochzeit in London zur Belustigung der Weltöffentlichkeit vorführten. Allerdings hätte das wohl den Ärger von Herzogin Camilla provoziert. Denn die wartet auf diese Auszeichnung bereits seit Jahren vergeblich.

"Only in Munich for this fucking job"

War sonst noch was? Na klar: Weltfußballer Lothar Matthäus hat einmal mehr bewiesen, dass er diesen Titel zu recht trägt. Schließlich ist seine Expertise international gefragt. Selbst beim arabischen Sender al Dschasira, für den Loddar in dieser Woche ein Spiel in München kommentierte. Da sein Arabisch wegen des starken fränkischen Akzentes im vorderen Orient nicht verstanden wird, parlierte Loddar in einem Englisch, mit dem er sich zweifellos auch fürs Außenministerium qualifizieren könnte. Blöd nur, dass die Kameras auch dann noch liefen, als Matthäus sich nach Spielende unbeobachtet wähnte und ein freundschaftliches Telefonat führte. "I tell you now something: I stay only in Munich for this fucking job tonight. I lose my evening", kläffte er in die Muschel und ergänzte: "You think you can play with me? I'm not a child." Letzteres wäre zwar noch zu beweisen. Zuvor allerdings gilt es, eine ganz andere Frage zu klären: Warum spricht Matthäus mit Liliana am Telefon nicht deutsch?