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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Kuss-Attacke und Taschengeldalarm

Lothar Matthäus und Noch-Ehefrau Liliana küssend in einem Restaurant: Kündigt sich da ein Liebescomeback an oder war der 22-Jährigen nur das Taschengeld ausgegangen? "Loddar" hat da seine eigene Vorstellung.

Von Stefan Mielchen

Wenden wir uns zunächst dem Führerscheinentzug der Woche zu. Wenn Margot Käßmann als Tochter eines Tankstellenbesitzers ihr eigenes Verhältnis zum Thema Sprit hat - welchen Beruf muss dann erst der Erzeuger von Schauspieler Martin Semmelrogge ausgeübt haben? Der 54-Jährige bangt schon wieder um seinen Lappen, nachdem ihn die Autobahnpolizei aus dem Verkehr gezogen hatte - zugekifft wie eine Teenieband! Das ist zwar erstens nicht überraschend neu, und der Verdacht muss zweitens noch gerichtsfest bestätigt werden. Doch der Dopingtest ergab bereits: Marihuana oder Haschisch wird's gewesen sein. Nur die Reihenfolge ist noch unklar. Schön blöd jedenfalls, zumal Semmelrogge den Beamten nicht mal die in der Region Hannover beliebte Ausrede unterbreiten konnte: "Ich bin im Auftrag des Herrn unterwegs". St. Martin, der Schutzheilige der Hanfplantagenbesitzer, musste seinen BMW an der lauschigen Autobahntanke im Breisgau stehen lassen. Polizeibekannt ist Semmelrogge übrigens schon seit Kindertagen: Papa Willi ermittelte im "Tatort".

Apropos Verkehrskontrolle: Profi-Einlocher Tiger Woods hat sich erneut in die Obhut einer Sexklinik begeben - diesmal sogar an der Seite seiner Gattin Elin. Das dürfte sich in etwa so gestalten, als würde man seinen Honeymoon im Puff verbringen, während die bei Ver.di organisierten Dienstleisterinnen für neue Matratzen streiken - da läuft nix! Nachdem Tiger die Krallen gestutzt wurden, wirbt nun zu allem Überfluss auch noch die Tierschutzorganisation Peta mit dem gefallenen Golfer - für das brennend interessante Thema Katzenkastration! "Zu viel Sex kann auch für kleine Stuben-Tiger schlecht sein", heißt es da. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Ashley Cole wegen Schwiegermutter in Sexklinik

Fast möchte man Mitleid entwickeln, dabei scheinen Sexkliniken der letzte Schrei zu sein. Denn auch der FC-Chelsea-Star Ashley Cole will sich jetzt unbedingt einweisen lassen. Da scheint der Fußballer wohl den Sinn der Sache verkannt zu haben. Wie verzweifelt muss man eigentlich sein, um vor der eigenen Schwiegermutter in die Klapse für untenrum zu flüchten? Coles Gattin hatte sich mit dem in diesen Kreisen üblichen SMS-Ritual von ihm getrennt ("Zieh' aus, es ist vorbei"), weil der 29-Jährige Sportstar aushäusig trainierte - auch andere Stürmer haben schließlich schöne Spielerfrauen. Am ehelichen Foul soll laut Ashley allerdings die Schwiegermama Schuld sein. Seit sie bei dem Paar einzog, geriet das Eheleben in die Abseitsfalle, rechtfertigt der 29-Jährige seine zahlreichen Affären. Statt in der Sexklinik sollte sich Ashley wohl besser bei der Volkshochschule anmelden: im Kurs für bessere Ausreden.

Aber wer hat behauptet, dass Fußballer mit einem Höchstmaß an Intelligenz gesegnet sein müssen? Lothar Matthäus etwa knutscht wieder mit seiner Noch-Gattin Liliana! Beide wurden in dieser Woche in einem Mailänder Restaurant beobachtet, wo sie mehr in sich als ins Essen vertieft waren. Liliana gestand anschließend der "Bild"-Zeitung: "Ein Kuss muss noch lange nichts heißen", und man ist geneigt, ihr das aufs Wort zu glauben. Vielleicht war ja der 22-Jährigen einfach nur das Taschengeld ausgegangen. Auch Loddar macht sich so seine Gedanken - mit überraschendem Ausgang. Dass seine Gattin ihn verließ, führt er schlicht darauf zurück, dass sie "falsch beraten" wurde. Muss Liebe schön sein!

Robert Pattinson erholt sich von "Vagina-Allergie"

Davon kann jetzt auch "Twilight"-Star Robert Pattinson offiziell ein Lied singen. Nachdem sich der Teenie-Schwarm vergangene Woche noch eine Vagina-Allergie attestierte, bekannte er sich nur wenige Tage später erstmals zu seiner Beziehung mit Filmkollegin Kristen Stewart: "Wir sind zusammen, aber es ist extrem kompliziert." Das kann man sich angesichts der selbst diagnostizierten Unverträglichkeit mühelos vorstellen. Aber warum soll es den jungen Leuten besser gehen als Casting-Star Susan Boyle? Die 48-jährige Gesangstonne mit der glockenhellen Stimme sehnt sich nach Liebe, findet aber keinen Mann! "Susan denkt, dass jeder sie für einen Freak hält", behauptete ihr Bruder Gerry in dieser Woche. Welch' Wunder, wo sich mittlerweile sogar Susans geliebte Katze Pebbles aus dem Staub gemacht hat ...

Dabei spielt sich die wahre Freakshow ganz woanders ab. Wenn Eltern ihrer Tochter den Trendnamen Mariae Gloria Ferdinanda Gerda Charlotte Teutonia Franziska Margarethe Frederike Simone Johanna Joachima Josefine Wilhelmine Huberta geben, legen sie ihr den ausgereiften Sockenschuss gleich mit in die Wiege. So geschehen vor 50 Jahren, als die spätere Gloria von Thurn und Taxis in Stuttgart-Degerloch das Licht der Welt erblickte. Den Ehrentag feierte die lustige Witwe allerdings nicht daheim im drögen Regensburg, sondern lieber in ihrem Ferienhaus unter afrikanischer Sonne. Schon klar, Fürstin: Da schnackselt sich's ja bekanntlich viel unbeschwerter. Alexander von Schönburg erklärte angesichts des runden Geburtstages seiner Schwester: "Sie ist ein Hofnarr", fügte aber zur Sicherheit noch an: "Ich meine das positiv!" Wer hätte das gedacht? Happy Birthday, Durchlaucht!