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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Sandra Bullock - ausgestochen


Dies war die Woche der Tattoo-Luder. "Es gibt Leute, die lernen es nie", sagte Dieter Bohlen beim Rauswurf des Superstars. Wie leitet man von diesem Spruch bloß zu Lothar Matthäus und Verona Pooth?
Von Jens Maier

Während Supermodel Naomi Campbell gerne mal selbst zuschlägt, wird Claudia Schiffer zukünftig von Gurkhas bewacht. Ehemann Matthew Vaughn hat die Elite-Soldaten, eine nepalesische Sondereinheit der britischen Armee, als Leibwächter angeheuert, weil er sich um das Wohl seiner schwangeren Gattin sorgt. "Sie sind großartige Leute. Und sie sind trainierte Killer", sagt der britische Filmemacher. Grund für den plötzlichen Sicherheitswahn sei ein Mann, der in das Haus der Schiffers eingedrungen sei. Er wolle nicht, dass Claudia das gleiche Schicksal wie John Lennon ereile, der 1980 von einem Fan ermordet wurde, fabuliert Vaughn im Verfolgungswahn. Fremder Mann im Haus? Vielleicht sogar im Kleiderschrank? Hallo Herr Vaughn, aufwachen!

Unter Bewachung hätte Sandra Bullock besser auch mal ihren Ehemann Jesse James stellen sollen. Nachdem die Affäre mit der von oben bis unten tätowierten Stripperin Michelle McGee öffentlich wurde, stellt sich jetzt heraus, dass die Liebhaberinnen des 40-Jährigen ausreichen würden, um eine eigene Tattoo-Convention zu gründen. Der böse Jesse soll nicht nur mit seiner tätowierten Ex-Frau Janine Lindemulder Telefonsex gehabt haben, sondern die Hautbemalung von noch weiteren Frauen sehr genau angeschaut haben. Bunte Oberschenkel sind allerdings künftig nicht mehr der Grund für seine schlaflosen Nächte. In einem Interview zur Affäre von Tiger Woods hatte Gattin Sandra gesagt, sie hätte nicht mit dem Golf-, sondern mit dem Baseballschläger auf diesen eingeprügelt. Hoffentlich spielt James nur Softball.

Lothar Matthäus hat kein "lucky"

Als sei er verprügelt worden, sah in dieser Woche auch Lothar Matthäus aus. In hellblauer Bermudashort und mit krebsrotem Oberkörper stolzierte er neben Ehefrau Liliana am Strand von Miami umher, wo beide derzeit ihren Versöhnungsurlaub ausgiebig zelebrieren. Seitdem ihn die 26 Jahre jüngere Gattin im Frühjahr abserviert hatte, darf er sich ja bereits wie ein geprügelter Hund fühlen. Dass er jetzt auch so aussieht, daran war nicht Liliana, sondern die böse Sonne Floridas schuld. Offenbar hat Loddar, der sich beim New Yorker Fußballclub Metrostars einst mit den Worten "I hope, we have a little bit lucky" vorstellte, im Supermarkt die "Tanning-" (Selbstbräuner) mit der "Suntan-Lotion" (Sonnencreme) verwechselt. Na hoffentlich ist der Schrank in seinem Hotelzimmer nicht mit "Closet" beschriftet.

Nicht nur mit ihrem Englisch, sondern auch mit ihrem Deutsch hat ja bekanntlich Verona Pooth Probleme. Mit dem Spruch "Da werden Sie geholfen" ist sie einst zur Werbeikone aufgestiegen. Doch nachdem Ehemann Franjo Besuch vom Staatsanwalt hatte, musste man beinahe fürchten, dass die in Steuernot geratene Familie demnächst bei Schuldnerberater Peter Zwegat auftaucht. Doch dann nahte Rettung. Mit dem Slogan "Besser als wie man denkt" sorgte Verona erst dafür, dass Ehemann Franjo im kalten Winter warme Unterwäsche hat, jetzt ist auch noch ein gedeckter Frühstückstisch gesichert. Pooth badet ab sofort in Marmelade und macht damit für einen Brotaufstrich Reklame. Über ihren neuen Werbevertrag sagt die 41-Jährige: "Es ist für mich sowohl Herausforderung als auch Bestätigung und Erfolg, was mich bestätigt." Da bleibt eigentlich nur die Frage: Wann macht sie denn endlich blubb?

Jennifer Rushs Gesicht und die Ähnlichkeit zu Posaunenengeln

Bei Jennifer Rush kann das nicht mehr allzu lange dauern. An der 49-jährigen Sängerin ("The Power of Love"), die in den 80er Jahren in Deutschland große Erfolge feierte und jetzt mit einer neuen Platte zurückkehrt, ist die Zeit nicht spurlos vorübergegangen. Denn offenbar hat Rush zu viel davon mit Schönheits-OPs verbracht. "Sie hat vermutlich eine zu große Menge an Füllmaterial verabreicht bekommen, jetzt gleicht ihr Gesicht einem Posaunenengel", sagt Schönheitschirurg Wolfgang Funk in der Zeitschrift "Bunte". Dass alternde Stars gerne abgefüllt sind, kennt man ja bereits von David Hasselhoff. Aber dass das Füllmaterial nicht Schnaps sondern Silikon hieße, das wäre neu.

War sonst noch was? Klar! "Es gibt Leute, die lernen es nie. Und dann gibt es noch Helmut", lautet eine neue Lebensweisheit von Dieter Bohlen. Nun könnte man dem entgegen halten, dass es Leute gibt, die merken es spät und dann gibt es noch Dieter. Denn dass Helmut Orosz besser grölen als singen kann, weiß der geneigte "DSDS"-Gucker nicht erst seit vergangenem Samstag. Bei Ober-Juror Bohlen hat diese Erkenntnis allerdings etwas länger gedauert und bedurfte der freundlichen Unterstützung der "Bild"-Zeitung. Die deckte auf, dass es trotz frühlingshafter Temperaturen in Köln bei Kandidat Helmut Orosz mächtig hinter der Bühne geschneit hat. Mit der Überschrift "Kokain! RTL feuert DSDS-Star" wurde das Problem dann ein für alle mal gelöst. Nach dem Rauswurf will Orosz jetzt wieder in seinem alten Job arbeiten und Zeitschriften-Abos verkaufen. Statt Nase pudern heißt es jetzt also Klinken putzen.


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