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Abschied von Whitney Houston: Familie verzichtet auf Trauerfeier in Sportarena

Es wird keine Trauerfeier im Stil von Michael Jackson geben: Die Zeremonie für Whitney Houston wird am Samstag entgegen ersten Plänen doch nur im engen Familienkreis stattfinden. Viele Fans sind enttäuscht.

Eine Trauerfeier mit über 18.000 Gästen sollte es werden: Noch am Dienstagmorgen verlautete aus Familienkreisen von Whitney Houston, die verstorbene Sängerin solle mit einer Gedenkveranstaltung in der Sportarena Prudential Center in ihrer Heimatstadt Newark geehrt werden. Ihre Fans hätten so die Gelegenheit bekommen, Abschied von der verstorbenen Soul-Legende zu nehmen. Doch aus der gigantischen Trauerfeier im Stil von Michael Jackson wird nichts.

Entgegen ursprünglichen Plänen wird Whitney Houston am kommenden Samstag im kleinen Kreis beigesetzt. Das teilte das Bestattungsinstitut Wigham Funeral Home am Dienstagnachmittag mit. "Die Feier findet am Samstag um 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) in der New Hope Baptist Church statt", sagte Carolin Wigham. Das Promiportal "TMZ.com" berichtet unter Berufung auf Angehörige, die Familie wolle die Zeremonie sehr privat halten. Zugang zur Beerdigung werde nur auf Einladung gewährt.

Übertragung der Zeremonie derzeit unklar

Die Enttäuschung bei Houstons Fans ist groß. Viele hatten auf eine ähnliche Trauerfeier wie bei Michael Jackson gehofft, der seinerzeit unter der Anteilnahme von tausenden Gästen im Staples Center in Los Angeles geehrt wurde. In der kleinen New Hope Baptist Church in Newark werden hingegen nur zirka 300 Menschen Platz finden. Ob eine Übertragung der Zeremonie im Fernsehen oder auf Großleinwänden geplant ist, war am Dienstagabend nicht bekannt.

Warum die Familie sich gegen eine große Trauerveranstaltung ausgesprochen hat, ist unklar. Möglicherweise hat der Bezug zur New Hope Baptist Church eine Rolle gespielt. Houston wurde in Newark geboren und hat im Chor der Kirche Singen gelernt. Als Kind hatte sie dort Auftritte mit ihrer Mutter Cissy und ihrer Cousine Dionne Warwick.

Leichnam nach Newark überführt

Der Leichnam der Popdiva wurde bereits am Montagabend mit einem Privatjet von Los Angeles in Houstons Heimat im Ostküsten-Staat New Jersey überführt. Vom Flughafen Teterboro wurde der Sarg dann in einem Leichenwagen und unter Begleitung einer Polizeieskorte zum Beerdigungsinstitut in Newark gebracht. Mehrere hundert Menschen harrten dort stundenlang in der Kälte aus, um ihrem Idol die letzte Ehre zu erweisen. Sie konnten allerdings nur einen kurzen Blick auf den Leichenwagen erhaschen.

Mehrere stimmten die Songs von Houston an und legten Blumen nieder. Und auch wenn sie derzeit traurig darüber sind, keine Gelegenheit zum Abschied zu bekommen: Sie können sicher sein, dass die Trauerfeier in der New Hope Baptist Church würdevoll wird. Die Diva kehrt heim.

mai