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Al­ko­ho­li­siert am Steuer: Polizei nimmt Bobby Brown fest

Bobby Brown hat Ärger mit der Polizei: Der Ex-Mann von Whitney Houston wurde bereits zum zweiten Mal wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen. Für die Beamten sind die Drogenproben auch im Zuge der Ermittlungen zu Whitney Houstons Tod relevant.

Von Frank Siering, Los Angeles

Die Schwierigkeiten im Leben von Bobby Brown wollen einfach nicht abreißen. Der 43-jährige Ex-Mann der verstorbenen Whitney Houston wurde am Montag gegen zwölf Uhr Mittag in Los Angeles festgenommen. Zunächst hatte ihn eine Polizeistreife angehalten, weil Brown während der Autofahrt mit dem Handy telefonierte - laut Gesetz ist das in Kalifornien verboten.

Als der Beamte dann auch noch feststellte, dass der Atem des Musikers nach Alkohol roch, veranlasste der Polizist vier (!) Alkoholtests. Alle Proben fielen zum Nachteil Browns aus, der Musiker hatte zuviel Alkohol und wohl auch andere illegale Substanzen im Blut.

Die Handschellen klickten, Whitney Houstons einstiger Ehemann wurde ins Gefängnis nach Van Nuys eingeliefert. "Mr. Brown wurde um 12.20 Uhr Ortszeit festgenommen", so Polizeisprecherin Tiana Reed auf Anfrage.

Verbindung zu Whitneys Tod?

Unklar war zum Zeitpunkt der Festnahme, ob Brown mehr als nur zuviel Alkohol im Blut hatte. Das dürfte vor allem für die Polizei in Beverly Hills von großem Interesse sein. Untersucht sie doch derzeit wieder aktiv, wer Whitney Houston kurz vor ihrem Tod am 11. Februar im Beverly Hilton Hotel möglicherweise mit Kokain und verschreibungspflichtigen Medikamenten versorgt haben könnte.

Die Ergebnisse des toxikologischen Berichts hatten bekanntlich die Vermutung unterstützt, dass Houston kokainabhängig war. Eine Sucht, die, so bestätigten auch diverse Familienmitglieder des toten Popstars, aus ihrer Ehe mit Bobby Brown rühren soll.

Brown, der dieser Tage krampfhaft versucht, in Hollywood diversen Studios einen Kinofilm über sein Leben mit Whitney Houston unterzujubeln, wurde übrigens nicht zum ersten Mal wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen.

Nicht der erste Gefängnisbesuch

Schon einmal, 1996 in seinem heimatlichen Bundesstaat Georgia, wurde er mit zuviel Alkohol im Blut von der Polizei festgesetzt. Damals bekannte er sich schuldig und saß für das Vergehen acht Tage im Gefängnis. Am Montag allerdings musste Brown - den überfüllten Gefängnissen in Kalifornien sei dank - weniger als drei Stunden auf der Polzeiwache verbringen. Browns Management, so berichtete das Onlineportal "TMZ.com", hatte die Kaution in unbekannter Höhe bereits gegen 14.30 Uhr hinterlegt und ihren Klienten aus dem Van Nuys Jail abgeholt.

Bobby Brown ist in den USA erst seit dem Tod seiner Ex-Frau wieder für die Medien wirklich von Interesse. Zuvor tingelte er mit seiner kleinen Band in unbedeutenden Clubs durch die Lande und wurde kaum noch wahrgenommen.

Doch schon während der Beerdigung für Whitney Houston erregte Brown die Gemüter, weil er die Trauerfeier nach einem Streit mit der Houston-Familie früheitig verließ. Brown ist der Vater von Whitney Houston-Tochter Bobbi Kristina.

Wirbel um Ray J

Auch die Schwester von Bobby Brown, Leolah Brown, hat in den vergangenen Wochen immer wieder mit kontroversen Bemerkungen auf sich und ihren Zweig der Familie aufmerksam gemacht. Sie war es, die Whitney Houstons Boyfriend, den Rapper Ray J, indirekt beschuldigt hatte, ihrer Schwägerin Drogen besorgt zu haben. Eine Anschuldigung, die Ray J lautstark von sich wies.

Ray J selbst machte 2007 Schlagzeilen, weil er mit Kim Kardashian ein Sex-Tape aufgenommen hatte. Danach verblasste sein Stern - bis er als Freund von Whitney Houston wieder auftauchte.

Frank Siering, Los Angeles