VG-Wort Pixel

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau Tödliche Unfälle am Set: Auch bei diesen Filmen kamen Menschen ums Leben

Bei den Dreharbeiten zu "Deadpool 2" kam eine Stuntfrau ums Leben.
Bei den Dreharbeiten zu "Deadpool 2" kam ein Stuntfrau ums Leben.
© 20th Century Fox / Imago Images
Schauspieler Alec Baldwin hat während der Dreharbeiten versehentlich eine Kamerafrau erschossen und den Regisseur schwer verletzt. Tödliche Unfälle hat es in der Geschichte Hollywoods immer wieder gegeben.

Während der Dreharbeiten für den Western "Rust" ist es im US-Bundesstaat New Mexico zu einem tragischen Unfall gekommen. Hauptdarsteller Alec Baldwin hantierte mit einer Requisitenwaffe und traf dabei versehentlich zwei Menschen. Die Kamerafrau Halyna Hutchins starb auf dem Weg ins Krankenhaus, Regisseur Joel Souza wurde schwer verletzt. "Die gesamte Besetzung und die Crew sind von der heutigen Tragödie zutiefst erschüttert", teilte die Produktionsfirma laut US-Medien am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. "Wir haben die Dreharbeiten auf unbestimmte Zeit unterbrochen und kooperieren voll und ganz mit der Polizei von Santa Fe und deren Ermittlungen", hieß es weiter.

Tödliche Unfälle am Set hat es in der Geschichte Hollywoods immer wieder gegeben. Oft sind es Stunt-Leute, die besonderen Gefahren ausgesetzt sind und somit ihr Leben riskieren. Im August 2017 starb die Stuntfrau Joi Harris während der Dreharbeiten für den Streifen "Deadpool 2" in Vancouver, Kanada. Die damals 40-Jährige doubelte Schauspielerin Zazie Beetz in einer Motorradszene. Harris verlor während eines Stunts die Kontrolle über die Maschine und krachte durch die Glasscheibe eines Bürogebäudes. Besonders tragisch: Die gebürtige New Yorkerin war erst eine Woche zuvor zu der Crew gestoßen und es war nicht genug Zeit, um für sie einen Helm anzufertigen. Harris erlitt so schwere Kopfverletzungen, dass sie noch vor Ort starb.

Nur wenige Wochen vor dem Tod von Joi Harris ereignete sich ein tödlicher Unfall bei den Dreharbeiten für die Serie "The Walking Dead". Damals verunglückte der Stuntman John Bernecker, als er aus sechs Metern Höhe von einem Balkon auf einen Betonboden stürzte. Bernecker wurde nur 33 Jahre alt.

Brandon Lee wurde bei Dreharbeiten zu "The Crow" erschossen

Während des Drehs zum Film "Top Gun" mit Tom Cruise stürzte 1985 der Kunstshowpilot Art Scholl mit seiner Maschine in den Pazifik. Die Küstenwache kam zu dem Schluss, dass Scholl den Absturz nicht überlebt hatte. Sein Flugzeug konnte nicht geborgen werden. 2015 kamen zwei Stuntmen während der Dreharbeiten für den Cruise-Film "Barry Seal: Only in America" bei einem Absturz in den Anden ums Leben.

Auch die Dreharbeiten zum Film "xXx" mit Vin Diesel im Jahr 2002, der zweite Teil von "The Expendables" (2011) sowie der Streifen "The Dark Knight" wurden von tödlichen Unfällen eines Stuntman überschattet.

Zu den bekanntesten Unfällen am Set gehört der tragische Tod von Schauspieler Brandon Lee, Kampfsportlegende und Sohn von Bruce Lee. Er wurde 1993 am Set des Films "The Crow" erschossen. Der Fall löste zahlreiche Verschwörungstheorien aus, wonach er von Gangstern aus Hongkong ermordet worden sein soll. Die Ermittler stellten jedoch fest, dass sein Tod auf Fahrlässigkeit zurückzuführen war: Ein Schauspieler hatte mit einer Waffe auf Lee geschossen, die eigentlich nur Platzpatronen enthalten sollte – in der Kammer befand sich jedoch eine scharfe Kugel. Der 28-jährige Lee erlag Stunden später seinen Verletzungen.

Statisten und Stuntmen bei Dreharbeiten getötet

Ein grausamer Helikopterunfall ereignete sich 1982 während der Dreharbeiten für den Science-Fiction-Horrorfilm "Twilight Zone: The Movie". Bei einer nächtlichen Gefechtsszene wurde ein Hubschrauber von Pyrotechnik getroffen. Er stürzte auf Hauptdarsteller Vic Morrow, dieser wurde regelrecht geköpft. Zwei sechs- und siebenjährige Kinder, die als Statisten dabei waren, starben ebenfalls. Regisseur John Landis wurde später vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen.

Tragisch war auch der Tod eines Set-Dekorateurs bei den Dreharbeiten zu dem Science-Fiction-Film "Jumper" (2008) mit Samuel L. Jackson. Der Mann wurde von gefrorenem Sand, Erde und Eis getroffen, die bei einem Außendreh herunterfielen. Er war auf der Stelle tot.

Schusswaffen-Unfälle lassen sich bis zu den Anfängen des Kinos zurückverfolgen. Im Jahr 1915 wurde der Statist Charles Chandler bei den Dreharbeiten zu Cecil B. DeMilles Stummfilm "The Captive" durch einen Kopfschuss getötet. Zuvor hatten Soldaten mit scharfer Munition auf eine Tür geschossen, um die Szene realistischer zu machen. Dabei vergaßen sie eine scharfe Patrone in dem Gewehr.

jum / mit DPA

Wissenscommunity


Newsticker