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Alessandra Meyer-Wölden: Warum Pochers Ex-Frau täglich am Herd steht

Seit der Scheidung von Comedian Oliver Pocher lebt Alessandra Meyer-Wölden mit den drei gemeinsamen Kindern in den USA. Über Privates spricht die 32-Jährige kaum. Bei einem Thema macht sie jedoch eine Ausnahme.

Von Julia Kepenek

Alessandra Meyer-Wölden

Alessandra Meyer-Wölden ist Mutter von drei Kindern

Im Sommer 2008 war sie eine der am meisten fotografierten Frauen der Republik: Alessandra Meyer-Wölden. Wie aus dem Nichts tauchte die damals 25-Jährige an der Seite von Boris Becker auf. Axel Meyer-Wölden, ihr Vater, war einst der Berater des Tennisprofis, seine Tochter wurde nun seine Lebensgefährtin. Und nicht nur das: Im August verlobten sich Becker und Meyer-Wölden. Doch statt Hochzeit folgte 83 Tage später die Trennung.

In den Schlagzeilen blieb Meyer-Wölden durch ihre Beziehung zu Comedian Oliver Pocher, den sie im September 2010 heiratete. Die Ehe hielt knapp drei Jahre und ist inzwischen geschieden. Pocher lebt in Köln, Meyer-Wölden zog mit den drei gemeinsamen Kindern nach Florida, wo auch sie schon ihre Kindheit verbrachte. Meyer-Wöldens Tochter  Nayla ist fünf Jahre alt, die Zwillinge Emanuel und Elian werden Ende September vier.

Neben ihrer Arbeit als Schmuckdesignerin engagiert sich Alessandra Meyer-Wölden seit Kurzem für glutenfreie Ernährung und wirbt für Produkte des Herstellers "Schär" - so wie vor ihr schon Tennisspielerin Sabine Lisicki, die aktuelle Freundin von Meyer-Wöldens Ex-Mann Oliver Pocher. Meyer-Wöldens Engagement hat private Gründe: In ihrer Familie gibt es einen Fall von Zöliakie. Ob es eines ihrer Kinder ist, und wenn ja welches, möchte sie nicht öffentlich sagen. Sie spricht von einem "engen, sehr jungen Familienmitglied".


Wer kocht bei Ihnen zu Hause?

Meistens stehe ich selbst am Herd. Ich habe großen Spaß daran, in den Supermarkt zu gehen und einzukaufen. Ich bereite mehrmals am Tag frische Gerichte zu. So weiß ich wenigstens, was meine Kinder essen. Das ist mir extrem wichtig.

Wer kümmert sich um die Ernährung der Kinder, wenn Sie unterwegs sind?

Meine Mutter. Wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander und ich vertraue ihr voll und ganz. Ich habe das große Glück, dass sie in unserer Nähe wohnt und jederzeit einspringen kann. Ich würde meine Kinder niemandem anderen anvertrauen. Sie ist komplett in dem Thema drin und kocht auch glutenfrei.

Das heißt die ganze Familie ernährt sich jetzt glutenfrei? 

Ja. Ein enges Familienmitglied von mir ist von einer Zöliakie, also Gluten-Unverträglichkeit, betroffen. Nachdem wir die Diagnose erhalten haben, haben wir alle gemeinsam die Ernährung umgestellt. Wir haben entschieden, dass es für das betroffene Familienmitglied einfacher ist, wenn alle mitmachen. So bekommt ein Kind nicht den Eindruck, dass es krank ist oder mit ihm etwas nicht stimmt. Das ist eine besondere Situation, weil ein sehr junger Mensch betroffen ist.

Und das funktioniert? Sagen Ihre Kinder nicht: "Ich möchte aber die gleichen Kekse essen  wie meine Freunde"?

Nein, das klappt hervorragend. Ich denke, dass es schwieriger wäre, wenn die Kinder älter wären und daran gewöhnt sind, glutenhaltige Lebensmittel zu essen. So kennen sie es aber nicht anders. Außerdem achten sie darauf, was ich als Mutter esse. Ich habe ja eine Vorbildfunktion. Und da ich mich glutenfrei ernähre, tun meine Kinder das auch. Ein wichtiger Punkt ist sicherlich auch, dass es allen gut schmeckt und meine Kinder daher auch zufrieden mit den glutenfreien Gerichten sind.

Wie klappt das in der Schule und im Kindergarten?

In den USA ist das generell einfacher, da hier mehr auf Lebensmittelunverträglichkeiten geachtet wird. In den Schulen und Kindergärten wird zum Beispiel glutenfreies Essen angeboten. Auch in Restaurants stehen glutenfreie Gerichte auf der Speisekarte. Wenn man in Deutschland glutenfrei essen gehen möchte, ist das oft noch ein Problem. Die Kellner müssen in der Küche erst die genauen Zutaten erfragen und wissen nicht, welche Gerichte glutenfrei sind. Da ist es einfacher zu Hause zu kochen, statt ins Restaurant zu gehen.

Was raten Sie Betroffenen?

Das wichtigste ist die Diagnose. Wenn die erstmal gestellt wurde, ist das Schlimmste vorbei. Durch die konsequente Ernährungsumstellung sind die Beschwerden dann schlagartig weg. Leider wird immer noch zu wenig Aufklärung betrieben. In Deutschland konnte mir kein Arzt sagen, was meinem Kind fehlt. Die Diagnose Zölikie wurde erst in den USA gestellt - durch einen simplen Bluttest. Mir ist es wichtig, glutenfreie Ernährung nicht als Trend oder Diät zu propagieren. Als gesunde Person muss ich mich nicht glutenfrei ernähren. Das ist Quatsch.