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Amy Winehouse: Scheidung im Schnellverfahren

Das Hickhack um die Trennung zog sich Monate hin, die Scheidung ging dann blitzschnell: Die britische Sängerin Amy Winehouse und ihr Ehemann Blake Fielder-Civil sind geschiedene Leute.

Die britische Sängerin Amy Winehouse, 25, und ihr Ehemann Blake Fielder-Civil, 27, haben sich scheiden lassen. Ein Gericht in London gewährte Fielder-Civil eine Scheidung im Schnellverfahren. Fielder-Civil hatte die Scheidung im Januar beantragt. Als Grund gab er damals Winehouses angebliche Untreue an. Das Paar war mehr als zwei Jahre verheiratet, doch friedlich ging es in der Ehe nie zu. Genauso wie die fünffache Grammy-Preisträgerin machte ihr Ex-Mann immer wieder mit Drogen- und Alkoholeskapaden Schlagzeilen.

Winehouse habe ihm im April vergangenen Jahres den Ehebruch gestanden, seitdem wohnten sie nicht mehr zusammen, gab Fielder-Civil in einem Fragebogen für das Gericht an. Es sei "unerträglich, mit dem Antragsgegner zusammenzuleben", hieß es in dem Papier. Das Paar erschien nicht vor Gericht. Winehouse akzeptierte die Scheidung und wandte auch nichts dagegen ein, die Kosten für das Verfahren zu übernehmen. Unklar war aber, was mit Winehouses geschätztem Vermögen von fünf Millionen Pfund (5,8 Millionen Euro) geschieht.

Der Sprecher der Sängerin sagte dem "Daily Mirror", Amy gehe es gut. Sie konzentriere sich jetzt auf die Zukunft und beende ihr neues Album. "Nach dem Ende der Ehe ist sie bereit, nach vorne zu schauen." Sie hätte seit Monaten keinen Kontakt mehr mit Fielder-Civil gehabt. Dieser hatte im Januar die Scheidung eingereicht, Winehouse kamen die Papiere im April zu.

Nachdem sich das Paar 2005 in einer Londoner Bar kennengelernt hatte, heiratete es im Mai 2007 vor wenigen Freunden in Miami. Während beide am Anfang von der großen Liebe schwärmten, zeichneten sich bald Probleme ab. Vor allem weil sowohl Winehouse als auch Fielder-Civil trotz Drogenentzug immer wieder rückfällig wurden. Fielder-Civil saß zuletzt länger im Gefängnis, weil er einen Pubbesitzer geschlagen hatte.

Winehouse suchte derweil Erholung auf der Karibikinsel St. Lucia, wo sie sich rund acht Monate aufhielt und an einem neuen Album arbeiten wollte. Denn seit "Back to Black", ihrem Erfolgsalbum aus dem Jahr 2006, hatte sie keine neue Platte mehr gemacht. Auf Konzerten wurde Winehouse oft ausgebuht, weil sie sich kaum auf den Beinen halten konnte. Auch aus St. Lucia gab es immer wieder Berichte, dass Winehouse sämtliche Urlauber und Bewohner mit ihrer Alkoholsucht verärgerte.

Ihre Eltern sorgten sich um ihre Gesundheit. Zuletzt hatte Vater Mitch gesagt, dass seine Tochter ihre Probleme leugne. Die Aussicht, dass die Ehe weiter gehen könnte, nannte er damals eine "Horrorvorstellung". Die Eltern hatten dem Musikvideo-Produzenten Fielder-Civil stets eine Mitschuld an der Drogensucht ihrer Tochter gegeben.

Auf Winehouse, die diese Woche aus der Karibik nach London zurückgekommen war, wartet nun der nächste Gerichtstermin: Am 23. Juli beginnt ein Prozess wegen Körperverletzung. Winehouse soll einen Fan geschlagen haben. Die Frau hatte angeblich nach einem Foto mit der Sängerin gefragt.

DPA / DPA