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Artikel in der "New York Times" Fakten statt Angst: Angelina Jolie verurteilt Trumps Einreiseverbot

Angelina Jolie
Anfang September vergangenen Jahres besuchte Angelina Jolie ein Camp für syrische Flüchtlinge in Jordanien
© Khalil Mazraawi/AFP
In einem Beitrag für die "New York Times" kritisiert Schauspielerin Angelina Jolie das Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump. Die 41-Jährige verweist in dem Artikel auch auf ihre eigene Familie.

In einem Gastbeitrag für die "New York Times" hat Schauspielerin Angelina Jolie das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Flüchtlinge und Menschen aus sieben muslimisch geprägten Ländern scharf kritisiert. Flüchtlinge seien selbst oft Opfer von Terrorismus, schreibt die 41-Jährige. Die USA müssten auf die Flüchtlingskrise und die Bedrohung durch Terrorismus mit Fakten, nicht mit Angst reagieren. "Indem wir die Schwächsten zur Zielscheibe machen, beweisen wir keine Stärke", schreibt Jolie.Sie sei stolz auf die Geschichte ihres Landes, wehrlosen Menschen Zuflucht zu geben und sich für die Menschenrechte einzusetzen. Gerade deshalb hätten die jüngsten US-Einreiseverbote weltweit einen Schock ausgelöst - auch in Jolies Freundeskreis.

Kinder von Angelina Jolie kamen nicht in den USA zur Welt

Zudem verweist die Schauspielerin auf ihre sechs Kinder, die alle außerhalb der USA geboren wurden, aber dennoch stolze amerikanische Bürger seien. Jolie hat drei leibliche und drei adoptierte Kinder. Zwei von ihnen stammen aus Asien, zwei wurden in Afrika geboren, ihre Zwillinge kamen in Europa zur Welt. Sie hoffe, dass auch Flüchtlingskinder in Amerika auf Mitgefühl stoßen und nicht ihrer Herkunft oder Religion wegen abgewiesen werden. Es sei einfach nicht wahr, dass die US-Grenzen unkontrolliert von Flüchtlingen überrannt würden.

Jolie ist seit Jahren stark sozial engagiert. Die Oscar-Gewinnerin ist beispielsweise als Sondergesandte des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR tätig und setzt sich für die Rechte von Kindern sowie gegen sexuelle Gewalt in Kriegsgebieten ein.

Dass sie sich trotz des laufenden Scheidungsverfahrens mit Schauspieler Brad Pitt öffentlich zu Wort meldet zeigt, wie sehr ihr das Thema am Herzen legt. Zumal Jolies Vater, Schauspieler Jon Voight, ein überzeugter Anhänger Trumps ist. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter ist jedoch seit Jahren zerrüttet.

jum/DPA

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