VG-Wort Pixel

Folgen der "Immigration Order" Herzkrankes iranisches Baby verpasst OP - wegen Trumps Einreiseverbot

Herzkrankes iranisches Baby verpasst OP-Termin - wegen Trumps Einreiseverbot
Der herzkranken Fatemah und ihren Eltern soll die Einreise in die USA verwehrt worden sein - obwohl das Mädchen dort hätte operiert werden sollen
© Screenshot "Fox 12"
Donald Trumps Einreiseverbot für Bürger bestimmter muslimischer Länder hat für einige Familien dramatische Folgen. Ein herzkrankes iranisches Baby verpasst nun wohl einen wichtigen OP-Termin in den USA.

Die vier Monate alte Fatemah aus dem Iran leidet an einem Herzfehler. Das Mädchen sollte am 5. Februar an der Universitätsklinik in Portland, Oregon, operiert werden. Fatemahs Eltern hatten sich zu dem Schritt entschieden, da sie glaubten, die medizinische Versorgung in den USA sei besser als in ihrem Heimatland Iran. Doch zu dem geplanten Eingriff kommt es nun wohl nicht mehr, berichtet der US-amerikanische Sender "Fox 12". Wegen Trumps Einreiseverbot für Menschen aus bestimmten muslimischen Ländern sollen den Eltern und dem Kleinkind die Einreise verwehrt worden sein.

"Sie braucht die Herz-OP so schnell wie möglich", erklärt ihr Onkel Sam Taghizadeh gegenüber "Fox 12". "Das Risiko, im Iran operiert zu werden, ist sehr hoch. Es handelt sich um eine OP am offenen Herzen." Taghizadeh lebt bereits seit 30 Jahren in den USA und hat geholfen, die Reise zu finanzieren. Auch die Großeltern der kleinen Fatemah sind nach Angabe des Senders US-Bürger.

Einreiseverbot trotz ausgefüllter Visa

Fatemah und ihre Eltern sollen sich bereits auf dem Weg in die USA befunden haben, als sie von dem Einreiseverbot erfuhren. Nachdem sie in Dubai gelandet waren, wurden ihnen die Weiterreise verwehrt - obwohl sie bereits ihre Touristen-Visa ausgefüllt hatten. "Es ist ein Albtraum", sagt Sam Taghizadeh gegenüber "Fox 12". "Wir wissen nicht, was wir machen sollen."

Der Iran ist eines von sieben Ländern, das von Trumps Einreiseverbot betroffen ist. Auch Menschen aus dem Irak, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und dem Jemen dürfen aktuell nicht in die USA einreisen. Betroffen sind rund 200 Millionen Menschen. Der Beschluss gilt zunächst für 90 Tage und hat weltweit für Empörung gesorgt.

Fatemah und ihre Eltern haben nach Angabe des Senders "Fox 12" Dubai in der Zwischenzeit verlassen und sind zurück in den Iran geflogen. Wann der OP-Termin nachgeholt werden kann, ist unklar.

ikr

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker