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Anna Nicole Smith: Busenstar vor dem Obersten Gericht

Das Ex-Playmate Anna Nicole Smith zieht im jahrelangen Rechtsstreit um das Millionenerbe ihres gestorbenen Mannes nun vor das oberste amerikanische Gericht. Ihr droht ein Verlust von 88 Millionen Dollar.

Das amerikanische Ex-Playmate Anna Nicole Smith, 37, zieht im jahrelangen Rechtsstreit um das Millionenerbe ihres gestorbenen Mannes nun vor das oberste amerikanische Gericht. Nach US-Medienberichten will sich der Supreme Court in Washington Anfang 2006 mit einem Berufungsantrag des Busen-Stars beschäftigen. In dem erbitterten Erbstreit geht es um über 88 Millionen Dollar (73 Millionen Euro).

Ein Berufungsgericht in San Francisco (Kalifornien) hatte im Februar ein früheres Urteil bekräftigt, wonach Smith kein Anrecht auf das Erbe ihres Mannes hat, der 63 Jahre älter war. Die Richter in San Francisco stimmten der früheren Entscheidung eines Nachlassgerichts in Texas zu, das im Jahr 2001 das Erbe dem Sohn des 1995 gestorbenen texanischen Milliardärs Howard Marshall zugesprochen hatte.

Beziehung mit Erblasser ist rechtens gewesen

Ein Bundesrichter in Los Angeles hatte 2002 dagegen das einstige Unterwäsche-Model der H&M-Textilhandelskette zur Teilerbin erklärt und ihr Schadenersatz in Höhe von mehr als 88 Millionen Dollar bewilligt. Danach habe Pierce Marshall, Sohn des Öl-Unternehmers, auf betrügerische Weise versucht, dem Model das ihr zustehende Erbe vorzuenthalten. Der Richter befand, dass die Beziehung trotz des großen Altersunterschiedes legitim war.

Smith arbeitete als Oben-ohne-Tänzerin in einem Nachtclub, als sie ihren späteren Mann kennen lernte. Sie war 26 und er 89, als sie im Jahr 1994 heirateten. Nur 14 Monate später starb Marshall. Während die Witwe stets beteuerte, sie habe ihren Mann über alles geliebt, sah dessen Sohn das völlig anders: Er warf seiner Stiefmutter vor, es einzig und allein auf das Geld abgesehen zu haben.

DPA / DPA