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Prozess in New York: Er stand mit Babyöl vor ihrer Hoteltür: Annabella Sciorra sagt gegen Harvey Weinstein aus

Sie ist eine der wichtigsten Zeuginnen im Prozess gegen Harvey Weinstein: "Sopranos"-Schauspielerin Annabella Sciorra sagt, der ehemalige Filmproduzent habe sie vergewaltigt. Nun hat Sciorra vor Gericht ausgesagt. 

Annabella Sciorra sagt gegen Harvey Weinstein aus

Annabella Sciorra sagt gegen Harvey Weinstein aus

AFP

Als es an ihrer Hotelzimmertür klopfte, ahnte Annabella Sciorra vermutlich noch nicht, was sie erwarten würde. Am Donnerstag hat die "Sopranos"-Schauspielerin vor Gericht in New York gegen Harvey Weinstein ausgesagt. 

Annabella Sciorra sagt gegen Harvey Weinstein aus

Sie behauptet, Weinstein habe sie Mitte der 90er Jahre vergewaltigt. Er habe sie in Cannes in ihrem Hotelzimmer aufgesucht, nachdem die beiden gemeinsam essen waren. "Ich öffnete die Tür eines Morgens sehr früh um etwa 5 Uhr morgens, denn wenn man in Cannes für etwas wirbt, muss man eine Menge Pressearbeit leisten, und es gibt manchmal sehr frühe Anrufe", erklärte Sciorra Richter und Jury. "Und als ich die Tür öffnete, war da der Angeklagte in seiner Unterwäsche, mit einer Flasche Babyöl in der einen Hand und einer Videokassette in der anderen."

Er habe sie im Zimmer attackiert. "Er hat sich auf mich draufgelegt und mich vergewaltigt. Er hatte Geschlechtsverkehr mit mir und ich versuchte, gegen ihn zu kämpfen. Aber ich konnte nicht mehr kämpfen, weil er meine Hände festhielt", sagte die Schauspielerin. Gegen ihren Willen habe er Oralsex mit ihr gehabt und anschließend gesagt: "Das ist für dich." "Es war einfach so ekelhaft, dass mein Körper anfing, auf eine sehr ungewöhnliche Weise zu zittern", sagte sie. "Es war wie ein Anfall oder so etwas", erinnerte sich die heute 59-Jährige.

Video: Prozess gegen Weinstein beginnt

Diese Frauen klagen Weinstein an

Weinstein steht momentan vor Gericht. Ihm wird sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vorgeworfen. Der Fall Sciorra ist allerdings mittlerweile verjährt. Die Staatsanwaltschaft hat die Schauspielerin trotzdem geladen, weil ihre Aussage im Zusammenhang mit den anderen Fällen von Bedeutung sein könnte. 

Eines der mutmaßlichen Opfer heißt Mimi Haleyi. Haleyi arbeitete als Produktionsassistentin für die "Weinstein Company". Sie behauptet, Weinstein habe sie im Jahr 2006 zum Oralsex gezwungen. Eine weitere Frau, die anonym bleiben möchte, wirft ihm vor, sie 2013 vergewaltigt zu haben. 

ls