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Arizona: McCartney kämpft gegen Tierversuche

Paul McCartney kämpft gegen die Errichtung eines Labors für Tierversuche im US-Staat Arizona. Der betroffene Pharmakonzern testet unter anderem Medikamente gegen Brustkrebs.

Der Ex-Beatle forderte Gouverneurin Janet Napolitano in einem Schreiben auf, dem Pharmaunternehmen Covance den Bau zu untersagen. Er besitze in Arizona eine Ranch, wo seine erste Frau Linda 1998 die letzten Tage vor ihrem Tod verbracht habe. "Für sie und für alle von uns, die Tiere vor Leid schützen wollen", solle sich die Gouverneurin gegen das Labor einsetzen, bat McCartney.

Versuchstiere starben an Ebola

Außerdem sprächen Sicherheitsbedenken gegen den Bau, erklärte McCartney in dem Schreiben. 1989 waren in einem Labor, das der Konzern unter anderem Namen in Virginia betrieben hatte, mehrere hundert Versuchstiere am Ebola-Virus gestorben. Der Tierschutzorganisation PETA zufolge wurden in einem anderen Labor von Covance im vergangenen Jahr Affen für Tierversuche eingesetzt.

Dilemma wegen verstorbener Gattin

Der Pharmakonzern ist nach eigenen Angaben von der US-Gesundheitsbehörde FDA zu den Tests verpflichtet und forscht nach neuen Medikamenten unter anderem gegen Brustkrebs und Alzheimer, wie eine Sprecherin erklärte. Linda McCartney war an Brustkrebs gestorben. Der bekennende Tierschützer Paul McCartney sagte, dass er vor einem Dilemma gestanden habe, als seine an Brustkrebs erkrankte Frau Linda mit Medikamente versorgt wurde, die vermutlich an Tieren getestet worden waren.

AP / AP