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Comedian im Gefängnis: Der Knast als Wellness? Bill Cosby sagt, er habe eine "fantastische Zeit" hinter Gittern

Er verstehe sich gut mit seinen Mitgefangenen, esse gesund und verzichte auf Kaffee – glaubt man seinem Sprecher, geht es dem 81-jährigen Ex-Comedian im Gefängnis bestens. Dort sitzt er wegen sexueller Nötigung ein.

Bill Cosby wird von Beamten ins Gefängnis geführt

Bill Cosby wird von Beamten ins Gefängnis geführt

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Gefängnis als Abschreckung vor künftigen Straftaten? Im Fall von Bill Cosby hat das nicht funktioniert. Seit vier Monaten sitzt der 81-Jährige inzwischen im Gefängnis. Insgesamt erwarten ihn wegen schwerer sexueller Nötigung mindestens drei und maximal zehn Jahre Haft in der Justizvollzuganstalt SCI Phoenix in Pennsylvnia.

Bill Cosby soll im Knast sehr gesund leben

Dort wurde er nach einigen Monaten in einem abgeschirmten Bereich in den normalen Gemeinschaftstrakt verlegt – und scheint sich dort erstaunlich wohl zu fühlen. Ein Sprecher sagte, Cosby habe "sich ganz gut eingelebt". Der einstige Comedian habe ihn wissen lassen, er hätte "eine fantastische Zeit" hinter Gittern. Er unterhalte sich viel mit den anderen Insassen und würde ihnen Mut machen.

Auch an seine Gesundheit scheint Cosby zu denken. Deshalb verzichtet er seit einer Weile auf Kaffee und Süßes. Der Sprecher des 81-Jährigen ist darüber besonders erstaunt: "Ich habe 55 Jahre lang erfolglos versucht, ihn vom Kaffee trinken abzuhalten." Auch bei den Mahlzeiten halte Cosby sich zurück – er habe schon einige Kilos abgenommen. 

Frau und Kinder dürfen ihn nicht besuchen

Besucht werden will der Star der "Cosby Show" im Gefängnis aber nicht. Weil es ihm unangenehm sei, in seiner Situation so von seinen Angehörigen gesehen zu werden. Weder seine Frau noch seine Kinder haben Zutritt, allerdings telefoniere Bill Cosby oft mit ihnen. Der Einzige, mit dem er auch persönlichen Kontakt habe, sei sein Sprecher. Der bestätigte auch, dass Cosby keine Reue für seine Taten fühle, weil er sich als unschuldig betrachte. Laut Aussagen der "Bild" sehe sich der Verurteilte als "politischer Häftling" in der Tradition von schwarzen Freiheitskämpfern wie Martin Luther King jr. "Wenn ich ihn besuche, ist da nichts Trauriges", so sein Sprecher. "Er ist nicht traurig und auch nicht reumütig." Seine Opfer können wohl demnach nicht mit einem Schuldeingeständnis rechnen.

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wt
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