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Charles und Camilla: Ärger um Hochzeit dauert an

Zuletzt schien dem Eheglück von Prinz Charles und seiner Camilla nichts mehr im Wege zu stehen. Jetzt zweifelt ein Londoner Pfarrer an der Vereinbarkeit der Heirat mit dem britischen Ehegesetz.

Die Rechtmäßigkeit der geplanten Hochzeit von Prinz Charles und Camilla Parker Bowles wird nun von einer Behörde überprüft. Der oberste Standesbeamte Englands, Len Cook, untersucht, ob die für den 8. April geplante Eheschließung rechtmäßig ist. Ein Pfarrer aus London zweifelt dies an und hat die Überprüfung beantragt. "Falls der Einwand bestätigt würde, würden wir keine Lizenz ausstellen und die Hochzeit könnte nicht stattfinden", sagte ein Sprecher von Cook der Zeitung in der Mittwochsausgabe von "The Times". Die britische Regierung schließt dies jedoch aus.

Charles und Camilla können notfalls in Schottland heiraten

Falls es doch geschehen sollte, könnte das britische Parlament das entsprechende Ehegesetz um einen Satz ergänzen und die Hochzeit damit doch noch legalisieren. Außerdem könnten Charles und Camilla in Schottland heiraten, wo andere Gesetze gelten.

Europäisches Recht für die Eheschließung

Der Pfarrer Paul Williamson argumentiert, dass ein Ehegesetz aus dem 19. Jahrhundert nur kirchliche Hochzeiten für Mitglieder des Königshauses zulässt. Die Regierung hält dagegen, dass ein späteres Ehegesetz diese Beschränkung aufgehoben habe. Auch die Europäische Menschenrechtskonvention erlaube Charles und Camilla eine standesamtliche Trauung. Wenn die Klage abgeschmettert wird, will Williamson am Tag der Hochzeit im Standesamt von Windsor demonstrieren.

DPA / DPA