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Ehekrise: Letztes Miau für TomCat?

Und sie lebten glücklich bis an ihr Ende. Oder auch nicht! Denn die Kontrollsucht von Tom Cruise könnte seine Ehe mit Katie Holmes schneller ins Abseits drängen als dem Hollywoodstar lieb ist. Ob es da überhaupt einen ersten Hochzeitstag geben wird?

Von Frank Siering

Immer wenn der Publicity-Wind sich mal wieder gegen ihn dreht, dann bläst Mr. Mission Impossible Tom Cruise zum Gegenangriff. So auch diesmal. Seit Wochen brodelt die Gerüchteküche in den amerikanischen Klatschblättern: Seine Ehe mit Katie Holmes stehe vor dem Kollaps. Er sei ein absoluter Control-Freak, sie weine nur noch, fühle sich wie ein Kanarienvogel im Goldenen Käfig.

Das sind genug negative Schlagzeilen, um Strahlemann und Über-Scientologe Cruise aus seinem Versteck in Beverly Hills zu locken. Mit einer fein aufgedonnerten Holmes im demonstrativen Händchen halten-Schlepptau ging es dann - wer hat bloß die Presse alarmiert? - zum intimen Abendessen ins Mastro's Steakhouse.

Diesmal ging der Schuss nach hinten los

Aber selbst mit der sonst so bewährten Vorzeige-Methode hatte Cruise diesmal kein Glück. Die historische Corvette aus dem Jahre 1958, mit der TomKat vorgefahren kamen, wollte nach dem Sirloin-Steak und den gebackenen Kartoffeln nicht mehr mitspielen. Der Motor streikte, als Tom Cruise den Schlüssel umdrehte. Minutenlang saßen der Superstar und seine Madame auf dem Parkplatz fest. Lachend, versteht sich fast von selbst, nahm Mr. Cruise die Peinlichkeit hin. Und auch Mrs. Cruise grinste. Fast wie auf Befehl.

Wie aber steht es wirklich um die dritte Ehe von Cruise?Was ist dran an den Gerüchten, dass es arg kriselt? Fest steht, Tom Cruise ist ein Macher, einer, der das Steuer gern fest in Händen hält. Dafür wird er von Studiobossen und Regisseuren in Tinseltown über den grünen Klee gelobt. Tom Cruise ist ein Mann, der sich nicht auf halbe Sachen einlässt. "Wenn Du den im Boot hast, dann klappt es", sagt Regisseur JJ Abrams über seinen Protagonisten in "Mission: Impossible 3". Cruise selbst sagt "Wenn ich mich auf ein Engagement einlasse, dann will ich mit 100 Prozent Passion dabei sein, von Anfang bis Ende." Und wie geht Katie mit dieser Konstellation um? Bisher hat sich die schüchterne junge Frau, die einst mehrere Monate in ihrem gemieteten Apartment in New York auf einer Luftmatratze schlafen musste, brav eingereiht. Berufliche Ambitionen wurden schon vor der Hochzeit und der Geburt der gemeinsamen Tochter Suri zum Wohl der Beziehung hinten angestellt.

Rebellion zwecklos?

Nun aber scheint sie zu rebellieren. Aus Trotz wohl stellte sie unlängst mit Ina Treciokas eine eigene Publizistin ein. Auch hat sie in einem neuen Film mit Diane Keaton und Queen Latifah eine Rolle angenommen. Der Streifen spielt in Louisiana und Cruise hat schon angekündigt, dass er jeden Tag auf dem Set sein will, um seine Frau zu unterstützen. Die Wahrheit? Robert Green ist der ausführende Produzent bei diesem Film und der neue Geschäftspartner von Cruise. Natürlich drehe sich immer alles nur um Tom und seine Pläne, sagt ein enger Vertrauter des Superstars.

Nicht gerade glücklich dürfte Hollywoods Royalty auch über ein neues Buch sein, das gerade auf dem US-Markt erschienen ist. Es heißt "Hollywood Car Wash". Die Autorin ist Lori Culwell. Der Inhalt ist brisant: Geht es in der Novelle, die nach Aussagen der Verfasserin auf realen Geschichten basiert, doch um einen jungen TV-Star aus dem Mittleren Westen der Vereinigten Staaten, der sich in eine vertraglich festgesetzte Beziehung einlässt. Schon vermuten diverse Blogs und Websites, dass es sich bei jenem Star ganz deutlich um Katie Holmes handelt.

Diese Beziehung bleibt ein Geheimnis

Noch heute sind die Umstände, wie sich Holmes und Cruise eigentlich kennengelernt haben, eher sagenumwoben. Das Gerücht, er habe sie zu einem Interview vorgeladen, weil er einen neuen jungen Star sponsern wollte, halten sich bis heute in der Hollywood-Szene. Holmes neue Publizistin sagt, dass an den Gerüchten nichts dran ist, ihre Klientin habe von dem Buch noch nie etwas gehört und habe es auch noch nicht gelesen. Natürlich lebt die Gesellschaft in Tinseltown von solch abstrusen Gerüchten. Aber Cruise hat tatsächlich maßgeblichen Anteil daran, dass Katie Kontakte zu alten Freunden in Ohio und New York abgebrochen und sich der Scientology-Sekte zugewandt hat. Eine Sekte, die sie heute umarmt, als sei es ein zweites Baby. Auch diesen Aspekt kontrolliert Cruise auf seine Art und Weise. So soll im neuen Haus in Beverly Hills ein privater Scientology-Coach ein Zimmer bezogen haben und sich nur um das Auditing für Katie zu kümmern.

Und wie kompensiert Katie Holmes diesen Druck? Mit Shopping. Eine große Rolle dabei spielt die neue Freundin Victoria Beckham. Die Zeitschrift US Weekly meldet, Holmes habe im vergangenen Jahr allein bei Barneys New York 200.000 Dollar ausgegeben. Victoria Beckham, mit ihr will Katie Holmes ja angeblich eine Modelinie für Kinder entwickeln, gehört zu den neuen Freunden von Mrs. Cruise. Ebenfalls in den inneren Zirkel aufgestiegen sind Brooke Shields und seit kurzem auch Jennifer Lopez.

Nicht ohne Tom

Und immer ist Tom Cruise präsent. Selbst beim Schuhkauf, Katies Lieblingsbekleidung, ist Tom Cruise stets allgegenwärtig. Er bekommt die Abrechnungen der Kreditkarten genauso auf den Tisch wie die Handy-Belege.

Tom weiß alles über seine Frau, berichtet ein Freund der Familie. Und US Weekly behauptet sogar, Katie Holmes sei nichts weiter als ein Marionette in den Händen ihres Ehemannes. Selbst den Reisepass seiner Ehefrau habe er in einem feuersicheren Safe weggeschlossen. Die Kombination kenne aus Sicherheitsgründen nur Tom Cruise. Fabel oder Fakt? Das sind Gerüchte, die gezielt gestreut werden, um Tom zu diskreditieren, glaubt Andrea Bernholtz, eine Freundin der Cruise-Familie. Und weiter: Tom liebt seine Frau und seine Kinder über alles. Er ist ein sehr involvierter Ehepartner und liebevoller Vater. Eine Aussage wie im Film. Und zum Happy Ending spielt dann im Abspann Katies katholischer Vater das Ave Maria.