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Ex-Dior-Chefdesigner John Galliano am Flughafen wüst beschimpft


Wieder da und gleich wieder Ärger: Nachdem John Galliano sich für einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, wurde er jetzt in Los Angeles gesehen. Ein Fotograf beschimpfte den Modeschöpfer, der wegen rassister Äußerungen in der Kritik steht.

Der wegen des Vorwurfs antisemitischer Pöbeleien von Dior entlassene Chefdesigner John Galliano ist nun selbst beschimpft worden. Bei seiner Ankunft am Flughafen von Los Angeles habe ein Fotograf den 50-jährigen Briten als "Rassisten" bezeichnet, berichtete die Promi-Website TMZ.com am Montag. Der mit Mütze, Schal und Sonnenbrille verhüllte frühere Modestar habe nicht reagiert und auch nicht auf die Fragen der Journalisten geantwortet, die ihn am Flughafen erwarteten.

Gegen den Modeschöpfer wurden zwei Anzeigen wegen übler Nachrede und antisemitischer Beleidigungen erstattet. Im März hatte er betrunken ein Paar in einer Pariser Bar beschimpft, dabei soll er auch judenfeindliche Beschimpfungen geäußert haben. Später wurde bekannt, dass er im Oktober eine Frau mit rassistischen Äußerungen beleidigt haben soll.

Der Modeprofi tauchte nach dem Vorfall ab, und es hieß, er hätte sich in die Meadow Klinik in Arizona begeben, um sich dort behandeln zu lassen. Der auf Gibraltar geborene Künstler soll die Einrichtung erst gestern verlassen haben.

Er hatte sich im März für seine Äußerungen entschuldigt und gesagt, er hätte "niemanden damit beleidigen" wollen, außerdem bestritt er die antisemitischen Äußerungen. Am 12. Mai soll der Termin für den Prozessbeginn gegen Galliano festgelegt werden. Ihm drohen sechs Monate Haft und 22.500 Euro Strafe im Falle eines Schuldspruchs.

vim/AFP/Cover Media

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