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Grammy Awards in Los Angeles: Musikwelt ehrt Whitney Houston

Die Vergabe der Grammy Awards soll wegen des Todes von Whitney Houston zwar nicht abgesagt werden. Doch das Programm wird verändert. Zu Ehren der verstorbenen Sängerin soll Jennifer Hudson auftreten.

Schock vor der Vergabe der Grammys: Die Proben für die am Sonntagabend (Ortszeit) anstehende Zeremonie im Staples Center in Los Angeles waren in vollem Gang, als die Musikerwelt die traurige Nachricht erreichte: Whitney Houston ist tot. Am Vorabend starb die weltberühmte Sängerin mit nur 48 Jahren in einem Hotel in Beverly Hills.

Ihr überraschender Tod hat überschattet die 54. Grammy Awards. Fans und Hotelgäste versammelten sich nach der Todesnachricht am Samstagnachmittag bestürzt vor den Fernsehbildschirmen in der Hotellobby, um die Sendungen zu Houstons Tod zu verfolgen. Nur wenige Stockwerke darüber wurde der Weltstar leblos in seinem Hotelzimmer gefunden - ihr Freund, R&B-Sänger Ray-J, hatte laut Polizei noch einen Notruf abgesetzt. Alle Wiederbelebungsversuche blieben jedoch vergeblich.

Noch in den vergangenen Tagen hatte Houston für die Grammy-Dinnerparty geprobt, allerdings sorgte ihr Auftritt bereits zu diesem Zeitpunkt für Spekulationen: Laut "Los Angeles Times" erschien sie zerzaust, in eigenartiger Kleidung und mit nassem Haar. Beim Sprechen soll sie wilde Handbewegungen gemacht haben und später ziellos durch die Eingangshalle geirrt sein.

"Sie hätte das so gewollt"

Trotz der Tragödie, die sich kurz zuvor abgespielt hatte, fand im selben Hotel am Abend ein vom Plattenproduzenten Clive Davis organisiertes Dinner anlässlich der Grammy-Verleihung statt - Davis hatte die Sängerin in den 80er Jahren entdeckt. Eigentlich war bei dem Dinner ein Auftritt Houstons geplant gewesen, die mit Hits wie "Saving All My Love For You", "How will I know", "I Wanna Dance With Somebody" und ihrem Megahit "I Will Always Love You" Weltruhm erlangte.

"Whitney Houston, sechsfache Grammy-Gewinnerin, war eine der größten Pop-Sängerinnen aller Zeiten", würdigte Grammy-Chef Neil Portnow die Sängerin. "In unserer Musikgemeinschaft ist heute ein Licht ausgegangen, und wir sprechen ihrer Familie, Freunden, Fans und allen, die von ihrer schönen Stimme berührt waren, unser tiefstes Mitgefühl aus."

Grammy-Organisator Ken Ehrlich ließ nach dem unerwarteten Tod Houstons wissen, dass die Verleihung zwar nicht von Grund auf umkrempelt werde, aber gewisse Änderungen geplant seien, damit es eine respektvolle Veranstaltung werde. Mit einem Auftritt von Jennifer Hudson, die 2009 die Trophäe für das beste R&B-Album von Whitney Houston überreicht bekam, sollte an den Star erinnert werden. "Sie hätte gewollt, dass die Show weitergeht", sagte Ehrlich.

lea/AFP / AFP