Gwyneth Paltrow (53) strahlt, wenn sie von ihrer Tochter spricht. Bei einem Auftritt in der US-Sendung "Today" ließ die Oscarpreisträgerin keinen Zweifel daran, wie stolz sie auf Apple (22) ist: Die 22-Jährige steht kurz vor ihrem Leinwanddebüt in einer halbautobiografischen Komödie von Regisseurin Nancy Meyers - an der Seite von Jude Law, Owen Wilson und Penélope Cruz. "Ich bin wirklich stolz auf sie. Das ist wirklich aufregend", sagte Paltrow sichtlich bewegt.
Apple hat gerade ihr Studium abgeschlossen, Bruder Moses (20) verfolgt derweil eine Musikkarriere und tritt damit eher in die Fußstapfen von Vater Chris Martin (49), der als Coldplay-Frontmann erfolgreich ist. Er ist bei Interscope Records unter Vertrag, seine Band heißt People I've Met. Auch hier findet die Mutter herzliche Worte: "Er ist so ein netter Junge."
Auf die Frage, ob sie ihren Kindern Ratschläge für eine Karriere im Rampenlicht gebe, antwortete Paltrow im Interview nachdenklich. "Es ist schwer. Es ist ein schwieriger Weg. Aber er ist es wert, ihn zu gehen, wenn es wirklich die eigene Wahrheit ist." Dazu kommt ein konkreter Hinweis, den sie beiden mitgegeben hat: nichts über sich selbst zu lesen. Eine Lektion, die Paltrow aus eigener Erfahrung kennt.
Die Schauspielerin hat in den Jahren der Mutterschaft bewusst einen Gang zurückgeschaltet. Wegen ihrer beiden Kinder habe sie die Schauspielerei lange auf Eis gelegt - als Alleinerziehende sei das die einzig richtige Entscheidung gewesen. "Oft dauern Filmproduktionen wochenlang, manchmal monatelang. Die Arbeitszeiten sind nicht gerade vereinbar damit, jemanden zur Schule zu bringen oder wieder abzuholen." Stattdessen widmete sie sich dem Aufbau ihres Lifestyle-Unternehmens Goop.
Ein leeres Nest und eine Rückkehr auf die Leinwand
Doch der Auszug der Kinder hinterließ eine Lücke. "Es ist wirklich schwer!", sagte Paltrow zu Moderatorin Savannah Guthrie. Als Apple und Moses aus dem Haus gingen, habe sie das Gefühl gehabt, von einer Klippe zu fallen - nicht nur einmal, sondern zweimal. "Ich habe wirklich gekämpft, als sie alle gingen. Dann dachte ich, ich bin okay - und im September bin ich ein zweites Mal gefallen."
Dabei betonte Paltrow, dass es letztlich genau das sei, was man sich als Mutter wünsche. "Es ist das, was man hofft, dass es passiert - dass sie in ihre nächste Lebensphase gehen und ihre Menschen finden. Aber als Mutter ist es schwer. Man muss sich neu orientieren, weil man so sehr auf die Kinder und ihre Bedürfnisse fokussiert war."
Umso passender erschien der Zeitpunkt für ein Comeback auf der großen Leinwand. In "Marty Supreme" mit Timothée Chalamet übernahm Paltrow nach langer Pause wieder eine Rolle. Es sei "wunderschönes Timing" gewesen und sie habe sich mit voller Energie hineingeworfen: "Ich habe mich wieder voll reingehängt und hatte eine super Zeit."