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Zukunft der Sussexes Meghan in der Zwickmühle: Warum ihr größtes Problem weder die Royals noch der Hass ihrer Gegner sind

Herzogin Meghan
Herzogin Meghan hat ein Imageproblem
© Henry Nicholls / Picture Alliance
Herzogin Meghan polarisiert auch vier Jahre nach der Hochzeit mit Prinz Harry. Doch der größten Herausforderung muss sich die Amerikanerin jetzt erst stellen. 

Für die einen ist sie die selbstbestimmte Frau, die für das einsteht, woran sie glaubt. Für die anderen ist sie eine nervtötende Diva. Herzogin Meghan polarisiert. Doch weder die Royal Family, die möglicherweise nicht gut auf sie zu sprechen ist, noch die negative Presse ist wirklich ihr Problem. 

Herzogin Meghan hat einen Fehler gemacht

Denn Meghan hat bekommen, was sie und Prinz Harry wollten, nämlich ihre Freiheit und ein Leben mit ihrer Familie, über das sie selbst verfügen können. Das Problem ist nur: Jetzt muss sie herausfinden, was sie damit anfangen will. Eines ist klar: Wieder und wieder über die königliche Familie zu sprechen und über die Dinge, die ihr angetan wurden, ist selbst für die leidenschaftlichsten Meghan-Fans irgendwann uninteressant. Die Wenigsten werden auch noch in ein paar Jahren Interviews der Herzogin lesen wollen, in denen die 41-Jährige auf pathetische Art und Weise gegen die Familie stichelt. Vor allem dann nicht, wenn Meghan und Harry dies aus ihrer höchst privilegierten Lage heraus tun, während sie in einer Millionenvilla in Kalifornien weilen. Nicht ohne Grund wurde in den vergangenen Wochen der Vorwurf laut, Meghan sei gefangen in ihrer Opferrolle.

Aus Business-Sicht hat Meghan in den vergangenen zwei Jahren viel falsch gemacht. Denn ihr Image ist so sehr mit ihrer Zeit in der königlichen Familie verbunden, dass eine Trennung enorm schwer ist. Doch sie ist wichtiger als je zuvor. 

Meghan befindet sich in einer Marketing-Zwickmühle. Sie hat sich – thematisch – in eine Ecke gedrängt. Wie kann sie ihr Unternehmen so aufbauen, dass es auch ohne die Royal Family und die royalen Themen funktioniert und weiterhin Interesse erzeugt? Alles, was Meghan und Harry bislang geschaffen haben, ist noch immer tief verwurzelt mit ihrer Zeit in Großbritannien. Harry unterstützt auch weiterhin die Invictus Games, eine Sportveranstaltung, bei der Veteranen antreten. Und Meghan spricht in ihrem Podcast "Archetypes" mit berühmten Frauen über Vorurteile, die auch sie selbst oft zu spüren bekam – natürlich während ihrer Zeit als Royal. 

Sie muss konstruktiver werden

Bald wird Harry außerdem seine Memoiren herausbringen und die Netflix-Doku der beiden soll ebenfalls erscheinen – beides stark beeinflusst von der Zeit in Großbritannien. Aber was dann? Wie sieht der unabhängige, royal-freie Weg aus, den Harry und Meghan einschlagen wollen?

Eine Antwort darauf könnte in Meghans erstem Interview nach dem Tod der Queen stecken, das sie mit dem Branchenmagazin "Variety" führte. Die Royal Family findet auch darin einen Platz, besonders Queen Elizabeth II. ist Thema zu Beginn des Gesprächs. Doch Meghan wirkt – anders als in ihrem "The Cut"-Porträt von vor einigen Wochen – weniger salbungsvoll und beleidigt. Stattdessen macht die Herzogin einen konstruktiven Eindruck, wenn sie von ihren und Prinz Harrys beruflichen Zukunftsplänen spricht. An einer Stelle im Interview deutet sie an, was ihr und Prinz Harry wichtig ist: die Liebe. Klingt schwammig, unbenommen, aber die Herzogin führt es im Interview aus. 

"Unsere Definition von Liebe ist sehr weit gefasst", erklärt sie. "Partnerliebe, Selbstliebe, die Liebe zur Gemeinschaft und zur Familie. Das ist die Grundlage für die Art von Sendungen und Dokumentationen, die wir machen wollen", erklärt die Amerikanerin. Dann wird sie – endlich, möchte man sagen – etwas konkreter. Denn offenbar planen Harry und Meghan auch Projekte, die vermutlich in Meghans Hollywood-Vergangenheit begründet sind. "Bei Drehbüchern wollen wir darüber nachdenken, wie wir aus demselben Bereich herauskommen und etwas Lustiges machen können! Es muss nicht immer so ernst sein. Wie eine gute Liebeskomödie. Vermissen wir die nicht? Ich vermisse sie so sehr", erklärt sie. "Ich habe 'Harry und Sally' wahrscheinlich eine Million Mal gesehen. Und all die Julia Roberts Liebeskomödien. Die müssen wir wieder sehen", betont die Herzogin. 

Es klingt, als würde Meghan mitunter eine Karriere als (Film-)Produzentin anstreben. Ein logischer Schritt, mit dem sie zwei Dinge verbinden könne: ihre Erfahrungen als Schauspielerin und ihren Einfluss als Herzogin. Nach zwei Jahren Megxit-Drama und einer beider Seiten unwürdigen Schlammschlacht, wäre eine Reihe an Liebeskomödien aus dem Hause Sussex vielleicht genau das, was Fans freuen würde. Aus Unternehmersicht kann man der Herzogin nur raten, das eigene Image nicht zu sehr an die Royal Family zu koppeln. Sonst wird sie auf ewig in ihrer Opferrolle gefangen bleiben.

Quelle: "Variety"

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