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Hochzeit mit Boris Johnson Brautkleid von Carrie Symonds war nur geliehen – für 52 Euro pro Tag

Das offizielle Hochzeitsfoto von Carrie Symonds und Boris Johnson
Das offizielle Hochzeitsfoto von Carrie Symonds und Boris Johnson. Es wurde im Garten von 10 Downing Street aufgenommen.
© Rebecca Fulton/Downing Street/PA Media / DPA
Um ihre Hochzeit machten der britische Premierminister Boris Johnson und seine Verlobte Carrie Symonds bis zuletzt ein Geheimnis. Jetzt kam heraus: Das Kleid der Braut war nur geliehen.

Der britische Premierminister Boris Johnson und seine Verlobte Carrie Symonds haben am Wochenende überraschend geheiratet. Selbst die engsten Verwandten wurden erst kurz vor der Zeremonie informiert, Büromitarbeiter des 56-Jährigen sollen gar nicht eingeweiht gewesen sein. Um ihre Trauung in der katholischen Westminster-Kathedrale in London bis zuletzt geheim zu halten, haben sich Johnson und Symonds einiges überlegt. Dazu gehörte auch die Anschaffung des Brautkleides.

Auf dem offiziellen Hochzeitsfoto, das im Garten von Johnsons Amtssitz Downing Street 10 gemacht wurde, ist die 33-Jährige in einer langärmeligen Spitzenrobe zu sehen. Das Kleid stammt von dem griechischen Designer Christos Costarellos. Doch anders als bisher vermutet hat Symonds die Kreation für rund 2800 Pfund (etwa 3300 Euro) nicht gekauft, sondern nur geliehen. Das verriet jetzt die Inhaberin des Online-Services "My Wardrobe HQ" der britischen Zeitung "The Times". Demnach hat sich Symonds insgesamt vier Kleider schicken lassen. Das Ganze diente als Täuschungsmanöver, um die Hochzeit geheim zu halten. 

"Wir wussten nicht, wofür die Kleider waren. Wir wurden nur gebeten, einige Stücke zu liefern. Dann haben wir gesehen, was am Wochenende passiert ist. Es war alles ein bisschen überraschend", sagte "My Wardrobe HQ"-Gründerin Sacha Newall der "Times". Tatsächlich ist die Costarellos-Robe auf der Website des Online-Shops zu finden, allerdings mit dem Hinweis: "Jemand anderes hat diesen Artikel ausgeliehen. Bitte kontaktieren Sie den Kundenservice, um zu erfahren, wann er wieder verfügbar ist." Zudem ist zu sehen, dass die Leihgebühr für das Kleid 45 Pfund (etwa 52 Euro) pro Tag beträgt – verglichen mit dem Originalpreis ein echtes Schnäppchen. 

Und es ist nicht das erste Mal, dass Carrie Symonds die Dienste des Anbieters in Anspruch genommen hat: Für die offizielle Amtseinführung von Boris Johnson und ein Treffen mit Queen Elizabeth II. – beides fand im Sommer 2019 statt – borgte sie sich bereits Kleider bei "My Wardrobe HQ". Symonds hege keine große Begeisterung für Mode, aber "sie weiß, dass sie als Frau des Premierministers auf eine gewisse Art und Weise gekleidet sein muss. Sie will da niemanden enttäuschen", sagte Unternehmerin Newall über die 33-Jährige.

"My Wardrobe HQ" wurde 2018 von den beiden Mode-Expertinnen Sacha Newall und Tina Lake gegründet. Sie wollen ihren Kundinnen stets die neuesten Designer-Teile bieten und trotzdem nachhaltig sein. Bis zu 14 Tage kann eine Kundin einen Artikel behalten, danach wird er zurückgeschickt, gereinigt und wieder zum Verleih angeboten. Ein Service, den auch Großbritanniens neue First Lady schätzt.

Quellen: "Daily Mail", "The Times""My Wardrobe HQ"

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jum

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