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"Bares für Rares"-Moderator Von ganz unten nach ganz oben - wie Horst Lichter sein Leben und seine Karriere gerettet hat

"Bares für Rares" gehört zu den beliebtesten Fernsehsendungen im deutschen TV. Seit 2013 moderiert Horst Lichter die Sendung. Sie umfasst bereits acht Staffeln mit mehr als 700 Folgen. Das sind die bestverkauften Exponate: Das bislang erfolgreichste Exponat ist ein Oldtimer der Marke Borgward. "Isabella" geht in der zweiten Staffel für 35.000 Euro unter den Hammer. Das zweitteuerste Exponat ist eine Goldmünze aus dem Jahr 1648, die Ferdinand den Dritten zeigt. 25.000 Euro war die Münze einem Händler wert. Auf dem dritten Platz ist ein Karussell, das aus verschiedenen Fahrzeugen der 50er Jahre zusammengebaut wurde. Es besteht aus zwei Autos, einem Motorrad und einem Fahrrad und wurde für 14.000 Euro verkauft. Das bislang älteste Exponat ist ein ca. 5000 Jahre altes Rollsiegel zum Versiegeln von Flaschen und Tongefäßen. Es wurde für 1.200 Euro verkauft. Mal sehen, was den Händlern als nächstes einen neuen Rekordpreis wert ist.
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Mit "Bares für Rares" räumt Horst Lichter nicht nur Preise ab, sondern erreicht immer wieder gute Quoten. Doch er war nicht immer so erfolgreich. Gesundheitliche Probleme hätten den Koch fast das Leben gekostet. 

Horst Lichter gehört zu Deutschlands erfolgreichsten Fernsehköchen und Moderatoren. Doch sein Leben war früher alles andere als rosig. In seinen Zwanzigern arbeitete der heute 56-Jährige im Bergbau und verdiente sich parallel Geld mit einem Nebenjob auf einem Schrottplatz. Wie Lichter der aktuellen Ausgabe des "AOK"-Magazins erzählt hat, waren es gesundheitliche Probleme, die ihn dazu veranlassten, sein Leben umzukrempeln. Mit 26 Jahren erlitt er seinen ersten Schlaganfall, der zweite folgte mit 28 zusammen mit einem Herzinfarkt - Grund war sein kräftezehrender Alltag und seine Arbeit im Bergbau.

Horst Lichter: Gesundheitliche Probleme veränderten sein Leben

"Erst nach dem zweiten Schlaganfall mit Herzinfarkt kam ich ins Grübeln und erkannte, dass das Leben, wie ich es führte, mitverantwortlich dafür war, dass ich krank geworden bin", verriet er jetzt. "Ich bin krank geworden in der Zeit, in der ich ein fremdes Leben lebte. Nämlich ein Leben, das man mir vorlebte, von dem ich ausging, dass es meins sein könnte oder müsste: Du gehst arbeiten, machst deine Wechselschicht, du heiratest und kriegst Kinder."

"Bares für Rares" - ein Quotenhit

Weil es für ihn nicht weitergehen konnte wie bisher, änderte Lichter sein Leben damals rigoros. Vom Bergbau ging es für ihn in die Selbstständigkeit - mit einem eigenen Restaurant. Heute ist er als Fernsehkoch und Moderator gefragt wie nie. "Auf einmal hatte ich drei Fernsehsendungen, spielte 60 Abende im Jahr Theater, war nur noch zwei, drei Tage im Betrieb und hatte nie mehr frei." Sein Lokal betreibt Lichter heute deshalb nicht mehr. 

Genug zu tun hat Lichter mit seiner Sendung "Bares für Rares" allemal. Die ZDF-Trödelshow erreicht am Nachmittag laut "DWDL" fast so viele Zuschauer wie Primetime-Sendungen am Abend. In der Sendung versuchen Menschen, für sie wertlosen Krempel gewinnbringend an den Mann zu bringen. 

ls

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