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Ausflug in den Weltraum Wettlauf der Milliardäre: Jeff Bezos fliegt ins All, Elon Musk spottet von der Erde aus

Jeff Bezos vor einer Weltraumkapsel seiner Firma Blue Origin
Jeff Bezos vor einer Weltraumkapsel seiner Firma Blue Origin
© Chuck Bigger/Space Symposium via ZUMA Wire / DPA
Jeff Bezos fliegt ins Weltall – damit ist der Amazon-Gründer hinter Richard Branson allerdings nur die Nummer zwei. Elon Musk, der dritte Milliardär mit Weltraum-Ambitionen, bleibt auf der Erde, macht sich aber auf Twitter über den Bezos-Flug lustig. 

Einst lieferten sich die USA und die Sowjetunion einen Wettlauf im All, mittlerweile haben auch die wohlhabendsten Menschen der Welt die Raumfahrt als Prestigeprojekt für sich entdeckt. Mit Richard Branson, Elon Musk und Jeff Bezos betätigen sich gleich drei Milliardäre auf diesem Gebiet. Branson hat sich seinen Traum vom Flug ins Weltall bereits erfüllt und seine beiden Rivalen so hinter sich gelassen. Neun Tage später wird nun auch Amazon- Gründer Bezos ins All fliegen. Damit hat Elon Musk das Nachsehen.

Das hindert den Tesla-Chef allerdings nicht daran, sich im Internet über Bezos lustig zu machen. Bezos' Ausflug ins All wird nämlich lediglich ein suborbitaler Flug sein, die Passagierkapsel wird also nicht in die Erdumlaufbahn eintreten. Auf Twitter schickte ein User ein populäres Star-Wars-Meme an Musk, in das er die Köpfe der beiden Milliardäre montiert hatte. "Ich fliege in den Weltraum", sagt Bezos. "Orbital, richtig?", fragt Musk zurück. Der Tesla-CEO, der immer wieder durch exzentrische Posts in den sozialen Netzwerken auffällt, fand das offenbar witzig und antwortete mit "Haha".

Jeff Bezos fliegt höher als Richard Branson

Musk feierte 2018 einen großen Coup, als es seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX gelang, ein Tesla-Auto ins All zu schießen. Seine große Vision bleibt die Besiedlung des Mars durch Menschen. Im September soll eine Falcon-9-Rakete von SpaceX den US-Milliardär Jared Isaacman und drei weitere Passagiere für mehrere Tage auf eine Erdumlaufbahn bringen. Musk selbst aber hat die Erde noch nicht verlassen, im Gegensatz zu Branson und nun auch Bezos. Letzterer ist nicht nur der mit Abstand reichste Mann der Welt, sondern wird mit seinem Weltraumflug auch Branson übertreffen.

Zwar kam der 70-jährige Branson ihm neun Tage zuvor, doch der Amazon-Gründer wird mit seinem Raketensystem "New Shepard" voraussichtlich rund 15 Kilometer höher steigen als Bransons Raumflieger. Das Ziel ist die sogenannte Kármán-Linie: 100 Kilometer über dem Meeresspiegel gilt sie für die Internationale Aeronautische Vereinigung als offizielle Grenze zum Weltall. Begleitet wird Bezos von dem 18-jährigen Niederländer Oliver Daemen und der 82 Jahre alten US-Pilotin Wally Funk – dem jüngsten und ältesten Menschen im Weltraum. Auch sein Bruder befindet sich an Bord.

Branson flog nur 80 Kilometer hoch, dort beginnt für das US-amerikanische Militär das Weltall. Vom "echten" Orbit sind damit sowohl Branson als auch Bezos noch weit entfernt: Diese Grenze liegt je nach Definition in 160 bis 200 Kilometern Höhe.

Quellen:  "Tagesschau" / European Space Agency / AFP

epp

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