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John-Wayne-Auktion: Der "Duke" kommt unter den Hammer

Hollywood-Legende John Wayne kommt unter den Hammer. Augenklappe und Golden Globe werden demnächst in einer mit Spannung erwarteten Auktion an die Höchstbietenden versteigert.

Von Frank Siering, Los Angeles

John Wayne war immer cool. Sein Gang, sein Cowboy-Hut, seine Miene. Obwohl er 1979 im Alter von 72 Jahren an Krebs starb, steht er in den gegenwärtigen Popularitätslisten noch immmer hinter Johnny Depp und Denzel Washington an dritter Stelle.

Wohl auch deshalb hat sich Waynes jüngster Sohn, Ethan Wayne, jetzt dazu durchgerungen, einige Erinnerungsstücke aus dem privaten Fundus von Vater John versteigern zu lassen.

"Mein Vater war ein Typ, der immer für seine Fans da war. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass er das Haus niemals ohne ein paar Visitenkarten in der Jacke verließ. Auf denen stand geschrieben: Viel Glück, John Wayne", so Ethan Wayne.

Die Karten waren für die Fans, die ihn auf der Straße ansprachen. "Er hat immer gesagt, dass sie zumindest eine Karte kriegen sollten, wenn er selbst schon keine Zeit hatte, ein Autogramm zu schreiben." ­ Der coole Cowboy war ein Mann mit großem Herzen.

Fans hoffen auf ein Erinnerungsstück

Nun also will sich Ethan Wayne, der seit 2003 die John Wayne Enterprsises im kalifornischen Newport Beach leitet, mit einer Auktion bei den Fans bedanken. "Wir kriegen noch heute ständig Anrufe von Anhängern, die gerne eine Weste von meinem Dad, einen Hut oder ein anderes Erinnerungsstück besitzen möchten. Deshalb die Idee der Auktion", so Wayne Junior.

Zusammen mit dem Heritage Auktionshaus in Dallas, Texas, will die Wayne-Familie nun gleich drei öffentliche Ausstellungen mit alten John Wayne Erinnerungsstücken organisieren. Die erste Ausstellung findet vom 16. bis zum 18. September in Dallas statt. Die nächste am 23. September in New York. Und die dritte Ausstellung mit anschließender Auktion ist vom 3. bis zum 6. Oktober im Hyatt Regency Hotel in Los Angeles vorgesehen.

Und was kommt unter den Hammer? ­"Das war die wohl schwierigste Entscheidung", so Wayne Junior. "Von welchen Stücken können wir uns wirklich trennen?" Nach reifer Überlegung können Fans nicht nur den Golden Globe, den Wayne für seine Leistung in "True Gritt" erhalten hat, sondern auch eine seiner berühmten Augenklappen, mehr als 400 diverse Kostüme aus Filmen wie "Rio Bravo", "Red River" oder "Fort Apache", diverse Manuskripte mit Notizen vom "Duke" und andere "persönliche Dokumente" ersteigern.

Cocktail-Gläser von John Wayne

Allein der Globe für "True Grit" wird mit einem Wert von rund 50.000 Dollar veranschlagt. Nicht auktioniert wird übrigens der Oscar, den Wayne als Einäugiger in "True Grit" im Jahre 1969 gewann. Und auch die vom Präsidenten verliehene "Congressional Medal of Honor" soll im Familienbesitz bleiben.

Wer aber 25.000 Dollar locker machen will, der kann den Stetson Hut aus dem Film "Hondo" ersteigern. Und für angesetzte 20.000 Dollar gibt es einen signierten Print von Andy Warhol aus der "Cowboys and Indians"-Serie.

Und ganz typisch im John Wayne Stil, wird nicht alles für die wohlhabenden Bieter angeboten. Der durchschnittliche Western-Fan, der sich keinen Cowboy-Hut für 20.000 Dollar leisten kann, sollte die Auktion dennoch besuchen. Will Ethan Wayne doch auch einige Cocktail-Gläser und Ornamente seines Vaters im Wert zwischen 50 und 100 Dollar anbieten. "Mein Dad hätte es so gewollt. Er hatte immer ein Faible für den kleinen Mann. Er selbst hat sich als ein Mann aus dem Volk bezeichnet. Seinen Reichtum hat er nie wirklich verstanden."