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Tödlicher Hubschrauberabsturz: Auch Baseball-Trainer bei Absturz mit Bryant tödlich verunglückt

Am Sonntag verunglückt Basketball-Legende Kobe Bryant mit weiteren acht Insassen bei einem Hubschrauberabsturz. Unter den Opfern ist auch ein Baseball-Trainer, womöglich auch dessen Frau und Tochter.

Feuerwehrleute arbeiten an der Stelle eines Hubschrauberabsturzes

USA, Calabasas: Feuerwehrleute arbeiten an der Stelle eines Hubschrauberabsturzes. Der ehemalige Basketball-Superstar Kobe Bryant ist bei einem Hubschrauberabsturz in den USA tödlich verunglückt.

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Der langjährige Baseball-Trainer des Orange Coast College, John Altobelli, 56, gehört zu den tödlich verunglückten Insassen des Hubschraubers, bei dessen Absturz Superstar Kobe Bryant am Sonntag ums Leben kam. Zu den neun Passagieren, die alle starben, zählten nach Angaben von Altobellis jüngerem Bruder Toni bei der Nachrichtenagentur AP auch die Frau des College-Coaches, Keri, und die gemeinsame Tochter Alyssa. Auch Bryants 13-jährige Tochter Gianna, genannt Gigi, starb bei dem Unglück. Die beiden Mädchen spielten im gleichen Basketball-Team.

Maschine stürzt nahe Los Angeles ab

Am Sonntag war die "Black Mamba", wie sich Bryant nannte, bei einem Hubschrauberabsturz in der Nähe von Los Angeles zusammen mit den weiteren acht Insassen tödlich verunglückt. Sie waren auf dem Weg vom John Wayne International Airport zu einem Basketball-Turnier in der Mamba Sport-Akademie. Mit seiner Frau Vanessa hatte der ehemalige Profi der Los Angeles Lakers vier Kinder.

Der Hubschrauber des Typs Sikorsky S-76 mit dem 41-Jährigen an Bord war bei Nebel um 9.45 Uhr (Ortszeit) in ein gebirgiges Gelände bei Los Angeles gestürzt und in Flammen aufgegangen. Die Bedingungen waren laut Nachrichtenagentur AP zu der Zeit so widrig, dass die Polizei ihre Helikopter zunächst nicht aufsteigen ließ. Die Trümmerteile verteilten sich auf einem Bereich von der Größe eines Fußballfeldes. Kobe hatte regelmäßig Hubschrauber als Verkehrsmittel benutzt.

Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, hatte Bryants Tod bestätigt, nachdem zuvor entsprechende Informationen des Klatsch-Portals "TMZ" weltweit für Entsetzen gesorgt hatten. Nachdem die Polizei am Sonntagmittag die Identitäten der Verunglückten zunächst nicht bekanntgegeben hatte, kamen weitere Einzelheiten an die Öffentlichkeit. 

Nach dem Tod des Basketball-Stars: Das Leben des Bryant: die Ausnahme-Karriere der Lakers-Legende in Bildern
Kobe Bryant hält die Larry O'Brien-Meisterschaftstrophäe und den MVP-Finalpokal

Trophäenjäger

15.06.2009. Kobe Bryant hält die Larry O'Brien-Meisterschaftstrophäe und den MVP-Finalpokal. Der ehemalige Basketball-Superstar hat zahlreiche Erfolge gefeiert: Er wurde 18-facher NBA-All-Star-Spieler, gewann fünf Meisterschaften (2000, 2001, 2002, 2009, 2010), wurde MVP (Most Valuable Player) in der Saison 2008/2009, gewann Gold bei den Olympischen Spielen (2008) und einen Oscar für den Animationsfilm "Dear Basketball" (2018). Innerhalb von 20 Jahren hat er 33.643 Punkte erzielt – damit rangiert er auf Platz 4 der ewigen NBA-Bestenliste. Er wird nur von Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone und LeBron James übertroffen.

DPA

(Sport-)Welt trauert um Kobe Bryant

In der NBA ging der Spielbetrieb weiter, die Partien begannen mit Schweigeminuten. Dallas-Mavericks-Besitzer Mark Cuban gab bekannt, dass Bryants Trikotnummer 24 in seinem Team nicht mehr vergeben werden würde. Meister Toronto Raptors ließ im ersten Angriff nach Absprache mit den San Antonio Spurs die Wurfuhr ablaufen, dabei standen die 24 Sekunden stellvertretend für Bryants Rückennummer. Eine Stunde vor Spielbeginn hatten die Profis von dem Unglück erfahren.

In der Nähe der Absturzstelle und am Staples Center, der Heimat der Lakers, trauerten Fans. Sie legten Kränze nieder und zündeten Kerzen an. "Das sind schreckliche Nachrichten", schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter. Bryant sei "einer der wahrhaft größten Basketballer aller Zeiten gewesen, sein Leben hatte gerade erst begonnen". Trumps Amtsvorgänger Barack Obama und Bill Clinton zeigten sich fassungslos und kondolierten Bryants Familie. IOC-Präsident Thomas Bach würdigte Bryant als "wahren olympischen Champion", der die Kraft des Sports genutzt habe, um das Leben von Menschen zu verändern. 

Auch bei den Grammy-Awards, die am Sonntagabend im Staples Center verliehen wurden, stand Bryants Tod im Vordergrund. "Heute haben Los Angeles, Amerika und die Welt einen Helden verloren. Wir stehen hier, und unsere Herzen sind gebrochen, im Haus, das Kobe erschaffen hat", sagte Moderatorin Alicia Keys zu Beginn der Musikpreis-Verleihung.

Bryant wurde 18-mal ins Team der besten Profis der NBA gewählt - keinem gelang dies häufiger. 81 Punkte erzielte der knapp zwei Meter große Shooting Guard einmal in einer Partie 2006. Seine 33.643 Zähler in regulären Saisonspielen werden nur von Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone und LeBron James übertroffen - letzterer zog erst am Samstag an Bryant auf Platz drei der Bestenliste vorbei.

fs / DPA

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