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Justin Bieber: Von Fans in Mülltonnen und verhassten Rasuren

Gerade mal 18 Jahre alt und schon voller weiser Worte: Der kanadische Popstar Justin Bieber philosophiert über die Schattenseiten des Ruhms. Im Herbst geht er auf Welttournee.

Er hat 15 Millionen Alben verkauft, mehr als 43 Millionen Facebook-Fans und allein in den vergangenen zwei Jahren rund 110 Millionen US-Dollar verdient: Justin Bieber ist das wohl erfolgreichste Babyface des Pop-Universums. Auf der Forbes-Liste der erfolgreichsten Promis rangiert er auf Platz drei, hinter Jennifer Lopez und Talk-Königin Oprah Winfrey. Seine Welttournee, die im Herbst startet, war in den USA binnen einer Stunde ausverkauft. Man kann ihn lieben oder hassen - entziehen kann man sich ihm nicht.

Hinter den Kulissen der Talkshow von Ellen DeGeneres sprach der in Kalifornien lebende Kanadier mit dem Magazin "Vibe" über die Gefahren des Promi-Daseins. Seine Erkältung versuchte er dabei zu überspielen: "Du darst keine Schwäche zeigen, du musst ein Profi sein", erklärt er und klingt dabei wie ein alter Hase im Showgeschäft. Dabei kann er zwar wählen, aber noch nicht mal offiziell Alkohol trinken. Seine Karriere begann vor sechs Jahren, als er bei Youtube Cover-Versionen seiner Lieblingssongs einstellte und kurz darauf selbst zum Star wurde.

Auch Bieber hat seine Momente

Doch er ist nicht immer so abgeklärt: "Er hat seine Momente", sagt Allison Kaye, die ihn zusammen mit Scooter Braun managt. "Aber wenn er kein verrückter 18-Jähriger wäre, wäre er ein grusliges Roboterkind." Im Vergleich zu seinen Fans, die Puppen von ihm haben und Wörterbücher mit seinem Slang führen, scheint er jedoch noch recht normal. "Meine Fans sind verrückter als alle anderen", sagt Bieber stolz. "Einige Mädchen basteln drei Monate an Leuchtschildern mit richtiger Mechanik drin."

Die Chancen auf eine Romanze mit ihm sind allerdings gering, denn Justin Bieber ist schon seit Anfang 2011 mit dem Ex-Disney-Star Selena Gomez, 20, liiert. Gerade hat er seine erste Single "Boyfriend" aus seinem neuen Album "Believe" veröffentlicht.

Wenn die Mülltonnen Augen haben

Sein Leben im Fokus der Presse genießt er jedoch mit Vorsicht: "Ruhm kann dich zerreißen - wenn Leute anfangen, sich wie ein Star zu verhalten, drehen sie früher oder später durch", sagt er. Über sein Privatleben gibt er nicht viel preis, wo er lebt und wie viele Autos er fährt: "Es gibt viele böse Menschen auf dieser Welt, die verrückte Dinge tun." So verstecken sich Fans hin und wieder über Nacht in den Mülltonnen vor seinem Haus, um heimlich Fotos von ihm zu schießen. Alle wollen an seinem Leben teilhaben - bei Twitter hat er mehr als 26 Millionen Follower - das kann gerade mal Lady Gaga überbieten.

Der Teeniestar sorgt sich indes um sein Äußeres: "Meine Eltern sehen beide noch sehr jung aus, also werde ich das hoffentlich auch noch sehr lange", sagt Bieber dem "Vibe"-Magazin. Eines mag er gar nicht am Erwachsensein: "Ich hasse es, mich zu rasieren - das wird richtig ätzend, wenn ich das täglich machen muss."

nw