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Musiker Der größenwahnsinnige Herr West: Kanyes skurrilsten Aussagen

Kanye West
Kanye West (hier mit Ehefrau Kim Kardashian) äußert sich öfters mal politisch
© Evan Agostini / Picture Alliance
Er hat es schon öfter angekündigt und jetzt wieder: Kanye West will als Präsident kandidieren. Das steckt hinter seinen Aussagen.

Mit einem Tweet hat Kanye West mal wieder angekündigt, dass er für das höchste Amt in den USA kandidieren will. "Wir müssen jetzt Amerikas Versprechen erfüllen, indem wir Gott vertrauen, unsere Vision vereinen und unsere Zukunft errichten. Ich kandidiere als Präsident der Vereinigten Staaten!", schrieb er ausgerechnet am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag. Unterstützung erhält West von Tesla-Chef Elon Musk, der das ebenfalls auf Twitter preisgab.

Kanye West will Präsident werden

Ganz überraschend kommt Wests bizarre Twitter-Ankündigung allerdings nicht. Denn es ist nicht das erste Mal, dass der Rapper sagt, er wolle Präsident werden. Vor zwei Jahren erzählte er in einer Radioshow, dass er 2024 kandidieren wolle. "Wenn ich entscheide, das zu tun, wird es passieren. Ich werde es nicht nur versuchen", sagte er. Damals verkündete er, dass er sich als Präsident auf das Gesundheitssystem konzentrieren wolle und dies besser machen würde. 

Nun also erneut: Kanye möchte ins Weiße Haus. Aber warum eigentlich? Der Zeitpunkt seiner Ankündigung könnte ein Hinweis sein: Der 43-Jährige bringt bald sein neues Album "God's Country" raus, die erste Single hat er bereits veröffentlicht. Außerdem wurde kürzliche seine Mode-Kooperation mit Gap bekanntgegeben. Da schadet ein wenig Publicity natürlich nie. Ein Grund, warum einige Nutzer auf Twitter seinen Beitrag als reinen PR-Stunt bewerten.

Er ist Trump-Fan

Doch dass der in Chicago aufgewachsene Musiker ein großes Ego hat, ist bekannt. "Das Schlimmste in meinem Leben ist, dass ich mich nie selbst live performen sehen werde", sagte er mal. Oder auch: "Was Genies anbelangt, bin ich ziemlich gut unterwegs. Ich bin wie eine Maschine, wie ein Roboter. Sie können einen Roboter nicht beleidigen. Ich gehe als Legende unter, ob Sie mich mögen oder nicht. Ich bin der neue Jim Morrison. Ich bin der neue Kurt Cobain."

Kanye West ist von sich überzeugt. Das darf er ja auch sein, seine musikalischen und popkulturellen Erfolge sprechen für sich. Doch politisch ist der Ehemann von Kim Kardashian höchst umstritten. Das liegt auch an seiner Unterstützung für US-Präsident Donald Trump. Immer wieder zeigte er sich mit "Make America Great Again"-Cap, sagte dazu nach seinem Besuch im Weißen Haus, er habe sich damit "wie Superman gefühlt". In einem Interview mit Jimmy Kimmel ruderte er dann etwas zurück. "Dabei ging es nicht um Politik - es ging darum, Angst zu überwinden und zu tun, was man will", sagte West.

Im Weißen Haus erklärte West außerdem, dass er mit Apple an einem Flugzeug arbeite. "Das ist es, was unser Präsident fliegen sollte. (..) Wenn Donald Trump nicht gut aussieht, dann sehen wir auch nicht gut aus. Das ist unser Präsident", sagte er. 

Viele Afroamerikaner sauer auf West

Doch seine Aussagen über Trump und vor allem über Sklaverei sorgten in der Vergangenheit bei vielen Menschen für Entsetzen. Vor zwei Jahren hatte er bei einem Interview mit der "TMZ"-Redaktion gesagt, 400 Jahre Sklaverei seien eine "Wahl" gewesen. Außerdem sagte er, Trump sei "sein Junge" und dass er ihn liebe. 

Will West wirklich ernst machen, würde Trump zu seinem politischen Gegner werden. Doch einige US-Bürger sehen in einer Kandidatur Wests auch eine Gefahr für den Demokraten Joe Biden. Denn Afroamerikaner wählen in den USA in der Mehrheit Demokraten. Würden davon zu viele stattdessen West ihre Stimme geben, könnte der Rapper im Umkehrschluss Trump die Wiederwahl sichern. 

Klar ist: Will er wirklich kandidieren, müsste West als unabhängiger Kandidat ins Rennen gehen. In sechs Bundesstaaten ist die Frist, sich als Kandidat ins Spiel zu bringen, bereits abgelaufen, so die Zeitung "Business Insider". 

Quellen: "TMZ" / Jimmy Kimmel / "Business Insider"

ls

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