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USA Kim Kardashian studiert Jura – um eines Tages die Todesstrafe abzuschaffen

Kim Kardashian: Tochter North stört Ansprache
Sehen Sie im Video: Kim Kardashians Tochter North stört Corona-Ansprache.




„Hallo Kalifornien, hier ist Kim Kardashian West und ich will mit euch…“ 
„Und North West!“ 


Eigentlich will sich Reality-TV-Star Kim Kardashian in diesem Video ernsten Themen widmen: Sozialer Distanz und Isolation. 


Doch ihre sechsjährige Tochter North fällt ihr immer wieder ins Wort. 


„Ich will nach draußen!“ 


„Du solltest dich mehr um deine Kinder und weniger um deine Freunde kümmern!“ „Stimmt.“ 


„Ich weiß, dass – kannst du bitte nicht auf dem Bett springen? Gib mir zwei Sekunden, um das hier zu machen.“ 


Das Video wird auf dem Twitter-Kanal des Büros des Gouverneurs von Kalifornien veröffentlicht. 


Nach nur wenigen Stunden hat der Clip bereits über 360.000 Aufrufe zu verzeichnen. 


Auch wenn Kim Kardashian im Video laufend von Töchterchen North unterbrochen wird, sprechen die Hashtags des Clips eine deutliche Sprache: #StayHomeSaveLives – zu Deutsch: Bleib zu Hause, rette Leben.
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Was erst einmal überraschend klingen mag, ergibt bei genauerem Hinsehen durchaus Sinn: Kim Kardashian kennt den Anwaltsberuf seit ihrer Kindheit und setzt sich seit Jahren für zu Unrecht Inhaftierte ein.

Dass in Kim Kardashian mehr steckt als nur das Society-Girl, welches viele Menschen jahrelang in ihr sahen, dürfte in der Vergangenheit immer deutlicher geworden sein: Die 40-Jährige ist von Paris Hiltons Party-Freundin zu einer cleveren Geschäftsfrau geworden, die unter anderem mit Mode, Handy-Apps und einer Boutique-Kette Geld verdient. Und sie hat noch weitere Zukunftspläne.

2019 hatte Kim ein Praktikum bei einer Anwältin gemacht, weil ihr das Schicksal von Inhaftierten, die zu Unrecht oder unverhältnismäßig hart bestraft wurden, schon lange nahe ging. Sie hatte sich für mehrere Menschen, die schon lange wegen relativ kleiner Vergehen hinter Gitter saßen, oder die aufgrund zweifelhafter Beweise zum Tode verurteilt waren, eingesetzt. Beispielsweise für eine 63-Jährige, die als junge Frau wegen banaler Drogendelikte zu Lebenslänglich verurteilt worden war. Alice Marie Johnson wurde daraufhin tatsächlich frühzeitig freigelassen – Kardashian half ihr im Anschluss auch weiterhin, indem sie sie als Model für ihre Shapewear-Kollektion engagierte.

Kim kennt sich aus mit dem Anwaltsberuf

Völlig überraschend kommt die Begeisterung für Recht und Gerechtigkeit bei der 40-Jährigen nicht: Ihr Vater Robert, der 2003 an Krebs starb, war ein renommierter Anwalt. Er verteidigte unter anderem den ehemaligen NFL-Star O.J. Simpson, als der des Mordes angeklagt war. Und so begann Kim nach ihrem Praktikum tatsächlich selbst ein Jura-Studium, allerdings in "Teilzeit" – sie büffelt 18 Stunden in der Woche, um sich nebenher noch um ihre anderen Geschäfte und die Kinder kümmern zu können. 2022 will sie ihren Abschluss in der Tasche haben.

Ihre Ziele machte sie jetzt in einem "Vogue"-Interview deutlich: "Ganz oben auf meiner Liste steht die Abschaffung der Todesstrafe. Ich werde Klienten haben die – wie Julius Jones in Oklahoma City – schlimme Erfahrungen machen mussten, für die ich wirklich kämpfen werde." Jones sitzt wegen Mordes im Gefängnis, seit er 19 Jahre alt ist – und wartet dort auf seine Hinrichtung. Obwohl er die Anschuldigung immer bestritten hat und die Beweise gegen ihn tatsächlich Fragen aufwerfen. "So etwas lässt dich innehalten und denken, dass du eigentlich keine Minute ausruhen darfst, bis all diese Ungerechtigkeiten beseitigt sind", sagt Kim Kardashian.

Quellen:  "Unilad""Vogue"

wt

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