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Jugendsünde: Als Madonna für 30 Dollar für Nacktfotos posierte

Es war ein Glücksgriff für den Fotografen. Martin HM Schreiber machte 1979 für 30 Dollar Nacktaufnahmen von einem unbekannten, 20-Jährigen Model. Heute ist sie bekannt als Madonna.

Madonna

Damals kannte sie kein Mensch: 1979 verdingte sich Madonna als Model ihren Lebensunterhalt. Für 10 Dollar Stundenlohn posierte sie in einem New Yorker Loft für Fotostudenten - nackt!

New York am 12. Februar 1979. Ein unbeheiztes Loft in Manhattan. Der in Prag geborene Fotograf Martin HM Schreiber sucht für sich und 15 seiner Studenten ein Nacktmodell für Fotoaufnahmen. Schreiber unterrichtet Nacktfotografie an der Designschule "Parsons School", als ein 20-Jähriges Model den Raum betritt. "Unsicher wirkte sie", sagte der heute 69-Jährige über die junge Frau. Doch sie folgt geduldig den Anweisungen des Fotografen und seiner Schüler, posiert splitternackt vor der Kamera. 30 US-Dollar erhielt sie für die dreistündige Fotosession. Heute sind die Aufnahmen ein kleines Vermögen wert. Denn aus der jungen Frau, die sich damals nackt vor der Kamera räkelte, ist ein Weltstar geworden: Madonna!

Madonna feiert Tourauftakt in Köln

Am Mittwochabend feierte die inzwischen 57-Jährige in der Lanxess-Arena den Auftakt ihrer "Rebel Heart" Europatournee. Mehr als 14.000 Zuschauer kamen, um die Queen of Pop auf der Bühne zu erleben. Acht Mal wechselte Madonna ihre Outfits, zeigte sich gewohnt sexy.

Doch nur rund fünf Kilometer davon entfernt, an der Maastrichter Straße in der Kölner Innenstadt, können die Madonna-Fans ihr Idol derzeit sogar nackt sehen. In der Galerie des Kölner Verlages Daab hat Fotograf Schreiber am Dienstag eine Ausstellung mit bislang unveröffentlichten Fotos aus dem Nacktfotoshooting mit Madonna veröffentlicht. Die Bilder sind noch bis zum 13. November zu sehen und sind auch in dem Fotoband "Madonna Nudes II" erschienen.

Nacktaufnahmen für 30 Dollar pro Bild

Hat Madonna jemals eine Nachzahlung für ihre Nacktaufnahmen von damals erhalten? Nein, für 30 Dollar unterschrieb sie damals als "Madonna Ciccone" einen Modelvertrag, mit dem sie alle Rechte an den Fotografen abtrat. Dieser ist bis heute gültig. Pech für Madonna - und ganz viel Glück für Martin HM Schreiber.