Mega-Hochzeit Katie in der ehelichen Trutzburg


Perfekt von der Öffentlichkeit abgeschirmt zelebrieren Tom Cruise und Katie Holmes auf einer italienischen Burg ihre Hochzeit - natürlich streng nach Scientology-Riten. Die TV-Bilder des Events hat das Paar zuvor gewinnbringend verkauft.

Kurz vor der "Traumhochzeit" mit Tom Cruise (44) im italienischen Bracciano zeigt sich die Braut Katie Holmes (27) am Burgfenster. Sie trägt eine schlichte dunkle Weste, ihr Lächeln ist allerliebst, huldvoll winkt sie den Fans zu. Nach ein paar Sekunden zieht sich die Braut wieder zurück. So haben sich schon im Mittelalter die Burgfräuleins den Untertanen präsentiert

Wochenlang hatten die Fans dem Spektakel entgegen gefiebert, Fotografen hatten sich für 1000 Dollar Fensterplätze mit Blick auf die Trutzburg mit den vier dunklen Türmen reserviert - doch die meisten konnten nicht einmal einen kurzen Blick auf illustren Gäste wie Jennifer Lopez oder Will Smith erhaschen. Nur das mitternächtliche Feuerwerk ist für die Außenwelt bestimmt.

TV-Rechte verscherbelt

Selten hatten die PR-Manager aus Hollywood ein Ereignis so geschickt in Szene gesetzt, wochenlang kochten die Gerüchte, wo, wann und ob überhaupt geheiratet werde. Die Rechte an den Fernsehbildern seien bereits für zwei Millionen Dollar (rund 1,5 Millionen Euro), verkauft, heißt es. Die Inszenierung dient wohl auch dazu, das ramponierte Image des Bräutigams aufzupolieren. Tom Cruise hat derzeit in Hollywood Schwierigkeiten.

PR-Experten meinen, die Trutzburg rund 30 Kilometer nördlich von Rom sei vor allem ausgewählt worden, "weil sich die Stars hier völlig abschotten können". In der Burg herrscht Luxus pur: An den Wänden herrliche Fresken, wertvolle Möbel, historisches Ambiente - der amerikanische Traum vom alten Europa. Selbst die Menüfolge blieb zunächst geheim. "Natürlich weiß ich, wie das Fest läuft", berichtet ein Angestellter. "Aber ich darf nichts sagen." Wer trotzdem plaudert, muss eine Million Dollar Strafe zahlen. Bekannt wurde nur, dass Schmusetenor Andrea Bocelli das "Ave Maria" singen soll, das katholische Gebet, sozusagen als Ausgleich zur Scientology-Zeremonie.

Alles unter Scientology-Kontrolle

"Eine Scientology-Trauung ist eigentlich eine ganz traditionelle Angelegenheit", meint ein Sprecher der Organisation. "Der Vater der Braut führt seine Tochter zum Altar." Nur das Treuegelöbnis weiche vom christlichen Text ("...bis dass der Tod Euch scheide") ab. Eines sei aber klar: Die Braut trage meist Weiß, der Mann Schwarz. Für die Kleider des Paares ist der italienische Modeschöpfer Giorgio Armani zuständig, der selbst an der Feier teilnimmt.

Damit Paparazzi keine Bilder aus einem Hubschrauber machen können, hatten die Organisatoren den Präfekten der Region gebeten, den Luftraum über Bracciano während des Ereignisses zu sperren - das wiederum ging dem Präfekten etwas zu weit. Ersatzweise hatten die Organisatoren schon daran gedacht, ein Zeltdach über den Innenhof des Schlosses zu spannen. Schlimmstenfalls wolle man auch Luftballons steigen lassen, um die Piloten zu irritieren.

Unwidersprochen allerdings sind Berichte über ein Detail des Ehevertrages, mit dem sich "Cruise & Holmes" von Verführungen abhalten wollen: Demnach müsse derjenige fünf Millionen Dollar Strafe zahlen, wer im ersten Ehejahr einen Seitensprung begeht. Die Hochzeitsnacht scheint vorerst sicher zu sein - die wollen Cruise, Holmes und Suri gemeinsam im Hotel verbringen.

Peer Meinert/DPA DPA

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