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Mit Punkrock auf Stimmenfang Die Toten Hosen wollen keine Wahlhelfer sein


Vor der Bundestagswahl läuft die Wahlkampfmaschinerie auf Hochtouren. Politiker versuchen, Wähler zu gewinnen. Dabei machen sie sich Musik der Toten Hosen zunutze. Die Punkband wehrt sich.

Die Düsseldorfer Punkband Die Toten Hosen ist verärgert darüber, dass ihre Musik bei Wahlkampfveranstaltungen "missbraucht" wird. "Die Gefahr, dass Menschen auf die Idee kommen können, dass es eine Verbindung zwischen der Band und den dort beworbenen Inhalten gibt, macht uns wütend", erklärten die Düsseldorfer Punkrocker in einem Newsletter.

Sie seien zuletzt immer wieder darauf aufmerksam gemacht worden, dass ihr Hit "Tage wie diese" im Wahlkampf eingesetzt würde, "vor allen Dingen bei CDU und SPD." Rechtlich könne die Band nichts dagegen tun.

"Ein Zeichen des Anstands", nachzufragen

Weiter schreiben die Toten Hosen, sie hätten "nie ein Problem damit gehabt, wenn unser Lied vom Punkschuppen bis zum Oktoberfest den unterschiedlichsten Menschen Freude bereitet". "Wir empfinden es aber als unanständig und unkorrekt, dass unsere Musik auf politischen Wahlkampfveranstaltungen läuft." Hier werde die Musik der Band "klar missbraucht und von Leuten vereinnahmt, die uns in keiner Weise nahe stehen".

In ihren Augen wäre es "ein Zeichen des Anstands" gewesen, sie vorher zu fragen, ob sie "ein Problem mit der Verwendung" der Musik bei Veranstaltungen hätten. Es würde außerdem von Respekt zeugen, wenn die Musiker damit nicht einverstanden sein würden.

jat/AFP/DPA DPA

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