Mit Punkrock auf Stimmenfang: Die Toten Hosen wollen keine Wahlhelfer sein
Mit Punkrock auf Stimmenfang
Die Toten Hosen wollen keine Wahlhelfer sein
Vor der Bundestagswahl läuft die Wahlkampfmaschinerie auf Hochtouren. Politiker versuchen, Wähler zu gewinnen. Dabei machen sie sich Musik der Toten Hosen zunutze. Die Punkband wehrt sich.
Die Toten Hosen fühlen sich missbraucht
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16. April 2026: Virologe Hendrik Streeck und sein Mann sind Eltern geworden
Der Virologe und CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Streeck und sein Ehemann Paul Zubeil sind Eltern eines Sohnes geworden. „Ja, wir können bestätigen, dass wir Eltern geworden sind“, sagte Streeck der Zeitschrift „Bunte“. „Plötzlich ist da noch einmal ein ganz neuer Sinn in unserem Leben“, zeigte sich der frischgebackene Vater glücklich. Nach Angaben der „Bunten“ wurde das Kind im US-Bundesstaat Idaho geboren, wo sich das Paar derzeit noch aufhalte, um die Ausstellung des Reisepasses für ihren Sohn abzuwarten. Streeck ist Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Bonn und war während der Corona-Pandemie Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung. Bei der vergangenen Bundestagswahl gewann er als CDU-Direktkandidat den Wahlkreis Bonn und ist seit März 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Im Mai 2025 wurde er zudem zum Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt. Paul Zubeil, der Unterabteilungsleiter für europäische und internationale Angelegenheiten im Bundesgesundheitsministerium ist, und Streeck leben gemeinsam in Bonn. Das Paar teilte zuletzt private Eindrücke eines Island-Urlaubs auf Instagram.
Die Düsseldorfer Punkband Die Toten Hosen ist verärgert darüber, dass ihre Musik bei Wahlkampfveranstaltungen "missbraucht" wird. "Die Gefahr, dass Menschen auf die Idee kommen können, dass es eine Verbindung zwischen der Band und den dort beworbenen Inhalten gibt, macht uns wütend", erklärten die Düsseldorfer Punkrocker in einem Newsletter.
Sie seien zuletzt immer wieder darauf aufmerksam gemacht worden, dass ihr Hit "Tage wie diese" im Wahlkampf eingesetzt würde, "vor allen Dingen bei CDU und SPD." Rechtlich könne die Band nichts dagegen tun.
"Ein Zeichen des Anstands", nachzufragen
Weiter schreiben die Toten Hosen, sie hätten "nie ein Problem damit gehabt, wenn unser Lied vom Punkschuppen bis zum Oktoberfest den unterschiedlichsten Menschen Freude bereitet". "Wir empfinden es aber als unanständig und unkorrekt, dass unsere Musik auf politischen Wahlkampfveranstaltungen läuft." Hier werde die Musik der Band "klar missbraucht und von Leuten vereinnahmt, die uns in keiner Weise nahe stehen".
In ihren Augen wäre es "ein Zeichen des Anstands" gewesen, sie vorher zu fragen, ob sie "ein Problem mit der Verwendung" der Musik bei Veranstaltungen hätten. Es würde außerdem von Respekt zeugen, wenn die Musiker damit nicht einverstanden sein würden.