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Mit Punkrock auf Stimmenfang: Die Toten Hosen wollen keine Wahlhelfer sein

Vor der Bundestagswahl läuft die Wahlkampfmaschinerie auf Hochtouren. Politiker versuchen, Wähler zu gewinnen. Dabei machen sie sich Musik der Toten Hosen zunutze. Die Punkband wehrt sich.

Leute von heute: Die Toten Hosen fühlen sich missbraucht
Vip-News: Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau: Martin Semmelrogge will heiraten

20. Oktober 2019

Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau: Martin Semmelrogge will wieder heiraten

Martin Semmelrogges Ehefrau Sonja verstarb im Sommer vergangenen Jahres an Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nach dem Tod verbrachte der Schauspieler viel Zeit auf Mallorca und trauerte. Doch jetzt ist er neu verliebt, in Regine Prause (hier im Bild). Die 50-Jährige ist Eventveranstalterin und kannte sowohl Semmelrogge als auch die verstorbene Sonja bereits seit vielen Jahren. Wie Semmelrogge der "Bild"-Zeitung erzählt, soll auf Mallorca geheiratet werden. Seine Ex-Frau hat ihm im Traum ihren Segen gegeben, verrät er. "Ich hab zu ihr gesagt: 'Sonja, ich hoffe, das ist okay für dich mit Regine?' Und da hat sie gesagt: 'Ja, das ist alles gut, Martin. Mach dein Ding.'" 

Picture Alliance

Die Düsseldorfer Punkband Die Toten Hosen ist verärgert darüber, dass ihre Musik bei Wahlkampfveranstaltungen "missbraucht" wird. "Die Gefahr, dass Menschen auf die Idee kommen können, dass es eine Verbindung zwischen der Band und den dort beworbenen Inhalten gibt, macht uns wütend", erklärten die Düsseldorfer Punkrocker in einem Newsletter.

Sie seien zuletzt immer wieder darauf aufmerksam gemacht worden, dass ihr Hit "Tage wie diese" im Wahlkampf eingesetzt würde, "vor allen Dingen bei CDU und SPD." Rechtlich könne die Band nichts dagegen tun.

"Ein Zeichen des Anstands", nachzufragen

Weiter schreiben die Toten Hosen, sie hätten "nie ein Problem damit gehabt, wenn unser Lied vom Punkschuppen bis zum Oktoberfest den unterschiedlichsten Menschen Freude bereitet". "Wir empfinden es aber als unanständig und unkorrekt, dass unsere Musik auf politischen Wahlkampfveranstaltungen läuft." Hier werde die Musik der Band "klar missbraucht und von Leuten vereinnahmt, die uns in keiner Weise nahe stehen".

In ihren Augen wäre es "ein Zeichen des Anstands" gewesen, sie vorher zu fragen, ob sie "ein Problem mit der Verwendung" der Musik bei Veranstaltungen hätten. Es würde außerdem von Respekt zeugen, wenn die Musiker damit nicht einverstanden sein würden.

jat/AFP/DPA / DPA