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Ehefrau von Prinz Edward Sie nennt sie "Mama": Warum Sophie von Wessex für die Queen so wichtig ist

Prinz Edward, Sophie von Wessex und ihre Tochter Louise (M.) nach ihrem Besuch bei der Queen auf Schloss Windsor
Prinz Edward, Sophie von Wessex und ihre Tochter Louise (M.) nach ihrem Besuch bei der Queen auf Schloss Windsor
© Steve Parsons / Picture Alliance
Er ist der jüngste Sohn und sie die Lieblingsschwiegertochter der Queen: Prinz Edward und seine Frau Sophie nehmen nach den Tod von Prinz Philip eine wichtige Rolle im Königshaus ein. Besonders die 56-Jährige ist für die Queen unentbehrlich.

Sie gehörten zu den Ersten, die die Queen nach dem Tod von Prinz Philip besuchten: Prinz Edward und seine Frau Sophie fuhren am vergangenen Wochenende nach Windsor, um der Monarchin beizustehen. Die Königin sei einfach beeindruckend, sagte Sophie, den Tränen nahe, als sie Schloss Windsor wieder verließen. Die 56-Jährige ist weit mehr als nur die Ehefrau von Elizabeths jüngstem Sohn.

Sie gilt als enge Vertraute der Queen, genießt höchstes Ansehen und pflegt zu der 94-Jährigen eine fast freundschaftliche Beziehung. Die beiden Frauen sollen täglich miteinander sprechen und sich regelmäßig Samstagnachmittag zum Gucken alter Filme treffen. Für die Queen sei Sophie wie eine zweite Tochter und die Countess of Wessex nannte die Königin 2019 bei einer Rede liebevoll "Mama".

So verwundert nicht, dass Sophie eines der Mitglieder der königlichen Familie ist, die die Queen in Zukunft bei öffentlichen Termine begleiten sollen. Sie gehört auch zu den Vertrauten, die die Königin aktuell unterstützen. Neben Sophie sind das Prinzessin Anne, die Tochter der Queen, ihre Ankleidedame Angela Kelly und ihre Jugendfreundin Lady Pamela Hicks. Dass Sophie es in diesen Inner Circle geschafft hat, ist bemerkenswert.

Prinz Edward und Sophie von Wessex haben 1999 geheiratet

Die Tochter eines Reifenhändlers und einer Sekretärin wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf. Sophie absolvierte eine Ausbildung zur Sekretärin und arbeitete später als PR-Agentin. Prinz Edward traf sie das erste Mal Ende der Achtziger. Damals war er allerdings mit einer Freundin von ihr liiert. Erst 1993 funkte es zwischen Sophie und Edward – bei einem Tennisturnier. Sechs Jahre später heiratete das Paar in der St George's Chapel in Windsor. Ihre beiden Kinder, Louise und James, wurden 2003 und 2007 geboren. Seit fast 25 Jahren führen Edward und Sophie eine skandalfreie Ehe – nicht nur damit können sie bei der Queen punkten.

Es sind vor allem Bescheidenheit, Arbeitseifer und Pflichtbewusstsein, die das Paar ausmachen. 2019 absolvierten sie zusammen mehr Termine als Prinz William und Herzogin Kate. Und auch im vergangenen Jahr war der Terminkalender von Edward und Sophie trotz Corona prall gefüllt. Die 56-Jährige ist Schirmherrin zahlreicher Organisationen. So engagiert sie sich unter anderem für Menschen mit Behinderung und setzt sich für die Verhütung von Blindheit in Entwicklungsländern ein.

Trauer um Prinz Philip

Ebenfalls ein Thema, das Sophie am Herzen liegt, sind internationale Frauenrechte. Im März 2019 hielt sie eine viel beachtete Rede vor den Vereinten Nationen in New York, wenige Monate später reiste sie nach Nairobi und plädierte dort bei einem Ministertreffen für Geschlechtergerechtigkeit. Anfang 2020 besuchte die zweifache Mutter Sierra Leone und stellte sich dort schwierigen Themen. Fast 20 Jahre nach Ende des Bürgerkrieges ging es um die Rolle der Frauen im Friedensprozess, aber auch um sexuellen Missbrauch und Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Durch den Rückzug von Prinz Harry und seiner Frau Meghan aus dem Königshaus, haben Prinz Edward und seine Frau Sophie bereits zusätzliche Aufgaben übernommen. Nach dem Tod von Prinz Philip dürften sie nun in die erste Reihe rücken – und das nicht nur, weil Edward den Titel Duke of Edinburgh von seinem verstorbenen Vater erbt. Sophie von Wessex ist eine emotionale Stütze für die Queen und zugleich eine pflichtbewusste Arbeiterin im Dienst der Krone. Das macht die 56-Jährige für die Monarchin gerade jetzt so unentbehrlich.

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jum

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