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New York Marathon: Pamela Anderson doch nicht im Badeanzug

Sie hatte überlegt, im Badeanzug anzutreten: Pamela Anderson hat in New York ihren ersten Marathon absolviert. Nach fünfeinhalb Stunden lief der Ex-"Baywatch"-Star mit Bruder Gerry ins Ziel.

Von Frank Siering, Los Angeles

Die vielen Strandläufe im hautengen roten Badeanzug scheinen sich auch jetzt noch auszuzahlen: Pamela Anderson, mittlerweile 46 Jahre alt, ist am Sonntag in New York ihren ersten Marathon gelaufen. Mit neuer Kurzhaarfrisur und nicht, wie via Twitter angedeutet, im Baywatch-Outfit, absolvierte die Kanadierin die 42 Kilometer in beachtlichen 5,37 Stunden.

An ihrer Seite war Bruder Gerry, bei dem sie sich nach dem Rennen via Twitter bedankte: "So stolz auf meinen Bruder Gerry. Danke, G, dass du die ganze Zeit neben mir gelaufen bist – hab dich ganz doll lieb."

Im September hatte Anderson angekündigt, den Marathon im Big Apple zu laufen. Nicht nur wollte sie sich selbst beweisen, dass sie mit 46 Jahren längst nicht "zum alten Eisen" zählt, auch hatte sie versprochen, Geld für die "J/P Haitian Relief Organization" zu sammeln. Gesagt, getan. Anderson sammelte mehr als 76.000 Dollar für die von Oscar-Gewinner Sean Penn ins Leben gerufene Haiti-Hilfe, die sich für die Opfer der Erbebenkatastrophe von 2010 auf der karibischen Insel einsetzt.

Ein Marathon reicht

Von dem Sportsender ESPN darauf angesprochen, ob sie tatsächlich jemals ernsthaft in Erwägung gezogen hatte, die 42,2 Kilometer im Badeanzug zu laufen, sagte Anderson: "Ein paar Freunde hatten mich gefragt, ob ich den tragen würde. Sie dachten, dass das lustig sein würde. Und ganz ehrlich: Ich habe drüber nachgedacht." Und wie fühlte sich die Königsdisziplin der Langläufer für die zweifache Mutter nun an? "Sagen wir mal so, ich hatte Höhen, und ich hatte Tiefen. Bei Kilometer 30 stehst du tatsächlich vor dieser imaginären Mauer, die du durchbrechen musst. Ich habe einen Heidenrespekt für all diese Athleten hier", so Anderson.

Dank ihres neuen Pixie-Haarschnitts und einer tief ins Gesicht gezogenen Baseball-Mütze verschwand die Schauspielerin die meiste Zeit des Rennens im Feld der unzähligen Köpfe. Für die Strecke hatte Anderson ihren iPod mit "sehr vielen positiven und inspirierenden Songs" bestückt. Und am Abend vor dem Marathon hatte sie am "Kohlehydrat-Laden" teilgenommen. "Auch, um die gesamte Atmosphäre richtig aufzusaugen", so Anderson anschließend.

Ob jetzt eine Karriere als Langstreckenläuferin anstehe, wollte ein Reporter an der Ziellinie wissen. Andersons Antwort war eindeutig: "Das hier war für mich ein einmaliges Erlebnis. Ich habe mich ernsthaft und intensiv auf dieses Rennen vorbreitet. Aber ich glaube nicht, dass ich jetzt jedes Jahr einen Marathon absolvieren werde." Dann vielleicht doch lieber den einen oder anderen Strandlauf im roten Baywatch-Badeanzug? "Warum nicht, passen tut das Teil jedenfalls noch", so Anderson.

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